Bencic verliert ihren ersten WTA-Final

Die 17-jährige Ostschweizerin Belinda Bencic verpasste am Turnier von Tianjin die Krönung einer grossartigen Tenniswoche.

Verpasste damit die Chance, zur jüngsten Siegerin eines WTA-Turniers seit 2006 zu werden: Belinda Bencic.

Verpasste damit die Chance, zur jüngsten Siegerin eines WTA-Turniers seit 2006 zu werden: Belinda Bencic.

(Bild: Keystone)

Enttäuschung für Belinda Bencic zum Ende eines grossartigen Jahres: Die 17-jährige Ostschweizerin verliert ihren ersten WTA-Final in Tianjin gegen die US-Amerikanerin Alison Riske 3:6, 4:6.

Vor allem der Aufschlag funktionierte bei Bencic (WTA 35) überhaupt nicht. Mit 52 Prozent landeten viel zu wenige erste Services im Feld - und die zweiten griff Riske, ganz ihrem Namen entsprechend, konsequent an. Die Weltnummer 62 spielte deutlich besser, als es ihr Ranking vermuten liesse. Der Blondschopf aus Philadelphia ist fast eine Kopie der sieben Jahre jüngeren Schweizerin, in dem sie wie diese versucht, die Bälle sehr früh zu nehmen und die Gegnerin so unter Druck zu setzen.

Im ersten Satz gelangen Riske drei Breaks zum 2:1, zum 4:1 und schliesslich zum 6:3. Einzig nach einem Besuch von Vater und Coach Ivan Bencic - auf der WTA Tour ist dies einmal pro Satz erlaubt - gelang Bencic ein kleiner Zwischenspurt vom 1:4 zum 3:4.

Riske übernahm Initiative

Im zweiten Durchgang blieb das Bild ähnlich. Riske, die wie Bencic ihren ersten WTA-Final bestritt, schaffte es zumeist, die Initiative zu übernehmen und die Punkte zu diktieren. Nach einem Doppelfehler geriet die in Wollerau im Kanton Schwyz wohnhafte Schweizerin erneut 1:3 - und dann 1:4 - in Rückstand. Erneut kam Ivan Bencic auf den Platz, und diesmal hielt die Wirkung länger an. Seine Tochter kaum auf 4:4 heran und hatte sogar eine Chance zur 5:4-Führung. Riske behielt jedoch die Nerven und breakte nach 1:19 Stunde erneut zum 6:4.

Bencic verpasste damit die Chance, zur jüngsten Siegerin eines WTA-Turniers seit 2006 (Tamira Paszek) zu werden. Dennoch war das Turnier in Tianjin ein sehr guter Abschluss eines sensationellen Debütjahres auf der WTA Tour mit dem US-Open-Viertelfinal als Höhepunkt und dem Vorstoss bis auf Platz 33 der Weltrangliste.

kpn/si

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