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Das Leiden mit Lendl

Andy Murray hat seine bisher längste Trainingsperiode unter der Regie von Ivan Lendl hinter sich gebracht und gelitten wie nie zuvor. Heute eröffnet er als erster der Top 4 die Vorbereitung auf das Australian Open.

Die beiden besten Spieler in Abu Dhabi: Andy Murray (r.) und Novak Djokovic posieren auf einer Jacht.
Die beiden besten Spieler in Abu Dhabi: Andy Murray (r.) und Novak Djokovic posieren auf einer Jacht.
Keystone

Seit den World Tour Finals in London hat Andy Murray (ATP 3) keinen Ernstkampf mehr bestritten. Das heisst aber nicht, dass er nicht gearbeitet hat. Knapp zwei Monate hatte der Schotte Zeit, sich auf das Training mit seinem Coach Ivan Lendl zu konzentrieren. Diese Zeit ist die bisher längste wettkampffreie Periode seit der Engagierung von Lendl Ende des letzten Jahres. «Es ist eine wichtige Zeit, die mich gut auf das nächste Jahr und das Australian Open vorbereitet», erklärte Murray in einem Interview mit «The Tennis Space».

Ob das Training Früchte getragen hat, kann Murray heute beweisen. Er spielt beim Einladungsturnier in Abu Dhabi das erste Spiel gegen den Serben Janko Tipsarevic (ATP 9). Vom Erfolg des Trainings mit Lendl ist der 25-Jährige überzeugt. «Obwohl die Einheiten mit Ivan manchmal grausam sind, weiss ich, dass ich davon profitiere. Ich werde mit der bestmöglichen Form ins Jahr 2013 starten», sagt Murray. Von der Athletik seines Schützlings schwärmt auch Murrays Fitnesstrainer Jez Green. Gegenüber der Zeitung «Daily Record» sagte er unlängst: «Seine Zeit für kurze Distanzen beläuft sich auf etwa 10 Meter pro Sekunde. Die ersten zwei oder drei Sekunden, also wenn er auf dem Platz auf einen Stoppball reagiert, ist er gleich schnell wie Usain Bolt.»

Langfristige Zusammenarbeit mit Lendl

Seine Motivation holt Murray vor allem aus seinem Umfeld und der Tatsache, dass sein Trainer selbst einmal 270 Wochen zuoberst in der Weltrangliste klassiert war. «Die Gewissheit, dass er einmal hier war, dasselbe Training gemacht hat und weiss, was ich fühle, hilft enorm», erklärt Murray. Mit dem Trainer, der ihn zur olympischen Goldmedaille und zu seinem ersten Grand-Slam-Titel geführt hat, plant der 25-Jährige auch weiter zusammenzuarbeiten. «Ivan und ich haben eine gute Beziehung zueinander», sagte Murray während seines Sommertrainings. «Unser Verhältnis ist sehr offen und ehrlich. Das ist auch der Grund, weshalb es bisher so gut funktioniert hat und wir beide eine Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum anpeilen.»

Der grosse Final gegen Djokovic?

Sollte Murray heute seine Partie gegen Tipsarevic gewinnen, steht er bereits im Halbfinal des Turniers in Abu Dhabi. Da es lediglich sechs Teilnehmer hat, müssen Novak Djokovic (ATP 1) und Nicolas Almagro (ATP 11), der kurzfristig für Rafael Nadal eingesprungen ist, nach einem Freilos in der ersten Runde erst morgen ins Geschehen eingreifen. In einem dieser Halbfinals träfe Murray auf Almagro, und erst im Final könnte es zum grossen Duell mit Djokovic kommen.

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