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Das Tennis und die Frage nach dem Doping

Andy Murray mahnt die Tennis-Autoritäten zu ausgedehnteren Kontrollen und mehr Strenge mit überführten Sündern. Der Fall Armstrong müsse allen eine Warnung sein.

ak
«Das ist einfach lächerlich»: Andy Murray kann Milde mit Dopingsündern nicht verstehen.
«Das ist einfach lächerlich»: Andy Murray kann Milde mit Dopingsündern nicht verstehen.
Keystone

Der tiefe Fall des US-Radstars Lance Armstrong hat der Dopingdiskussion rund um den Erdball neuen Schub verliehen. Auch Andy Murray macht sich Gedanken zum Thema. Der US-Open-Sieger aus Schottland fordert vom Tennis-Weltverband ITF, seine Kontrollen auszudehnen. «Es macht nicht unbedingt Sinn, nur die Spieler an der Spitze zu testen. Man muss den ganzen Sport untersuchen. Wir werden das ganze Jahr über getestet, aber ausserhalb der Wettkämpfe könnte man Verbesserungen anstellen», sagte Murray an einer Pressekonferenz im Rahmen des Masters-1000-Turniers von Paris-Bercy.

Murray, der nach seiner Ankunft in der französischen Hauptstadt im Hotel von den Dopingjägern zur Blutentnahme gebeten worden war, begrüsste den ungebetenen Besuch ausdrücklich: «Das ist offensichtlich notwendig. Bluttests sind der richtige Weg, erst recht, wenn man an Armstrong und andere Tour-de-France-Teilnehmer denkt.»

Störend findet der bisweilen widerborstige Brite den erstaunlich verständnisvollen Umgang der ITF mit Dopingsündern. So musste der US-Profi Wayne Odesnik von seiner ursprünglich verhängten zweijährigen Dopingsperre nur sieben Monate absitzen. Odesnik war 2010 von den australischen Einreisebehörden mit verbotenen Hormonampullen im Gepäck erwischt worden.

Es könne nicht sein, dass man als Spieler ständig seinen Aufenthaltsort bekannt geben müsse, die Autoritäten dann aber nicht die nötige Härte zeigten, wenn es um die Bestrafung von Missbrauch geht. «Es war frustrierend für mich, dass mit jemandem, der mit Hormonen in andere Länder reist, so milde umgesprungen wurde», gab Murray zu Protokoll. «Das ist einfach lächerlich.»

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