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Der Grösste

Sportchef Adrian Ruch zu Roger Federers achten Wimbledon-Gewinn.

Adrian Ruch
Ein historischer Moment: Roger Federer küsst zum achten Mal den Pokal in Wimbledon. Der Rekordmeister zementiert seinen Legendenstatus dank einem klaren Dreisatz-Sieg über den Kroaten Marin Cilic.
Ein historischer Moment: Roger Federer küsst zum achten Mal den Pokal in Wimbledon. Der Rekordmeister zementiert seinen Legendenstatus dank einem klaren Dreisatz-Sieg über den Kroaten Marin Cilic.
Glyn Kirk, AFP
Erleichterung nach Satzgewinn: Erinnerungen an den US-Open-Halbfinal vor drei Jahren kamen allerdings nie wirklich auf. Denn nach einem holperigen Start und abgewehrten Breakbällen findet der Rasenkönig seinen Rhythmus. Dank zwei Breaks und einem zunehmend schwächelnden Cilic sichert sich Federer den ersten Satz.
Erleichterung nach Satzgewinn: Erinnerungen an den US-Open-Halbfinal vor drei Jahren kamen allerdings nie wirklich auf. Denn nach einem holperigen Start und abgewehrten Breakbällen findet der Rasenkönig seinen Rhythmus. Dank zwei Breaks und einem zunehmend schwächelnden Cilic sichert sich Federer den ersten Satz.
Facundo Arrizabalaga, Keystone
Trauriger Widersacher: Marin Cilic kullern beim Seitenwechsel während des zweiten Durchgangs Tränen über die Wangen. Nach dem Verlust des zweiten Satzes nimmt der Kroate ein «medical timeout» und lässt sich am Fuss behandeln.
Trauriger Widersacher: Marin Cilic kullern beim Seitenwechsel während des zweiten Durchgangs Tränen über die Wangen. Nach dem Verlust des zweiten Satzes nimmt der Kroate ein «medical timeout» und lässt sich am Fuss behandeln.
Clive Brunskill/Getty Images
Unaufhaltbar: Danach scheint dem siebenfachen Champion nichts mehr im Weg zu stehen. Der Rekordmeister lässt sich auch vom ehemaligen US-Open-Champion keinen Satz abnehmen und entscheidet das Endspiel in nur 101 Minuten zu seinen Gunsten.
Unaufhaltbar: Danach scheint dem siebenfachen Champion nichts mehr im Weg zu stehen. Der Rekordmeister lässt sich auch vom ehemaligen US-Open-Champion keinen Satz abnehmen und entscheidet das Endspiel in nur 101 Minuten zu seinen Gunsten.
Glyn Kirk, AFP
Championship Point: Mit einem glatten Ass durch die Mitte sichert sich der Maestro seinen achten Wimbledon-Titel.
Championship Point: Mit einem glatten Ass durch die Mitte sichert sich der Maestro seinen achten Wimbledon-Titel.
John Walton/AP Photo
Freude herrscht: Der Schweizer hebt nach stilvoller Verwertung des Matchballs euphorisch vom heiligen Rasen ab.
Freude herrscht: Der Schweizer hebt nach stilvoller Verwertung des Matchballs euphorisch vom heiligen Rasen ab.
Glyn Kirk, AFP
Freudentränen: Nach dem historischen Triumph und einem Blick in die Box vergoss auch der Champion noch ein paar Tränen.
Freudentränen: Nach dem historischen Triumph und einem Blick in die Box vergoss auch der Champion noch ein paar Tränen.
Facundo Arrizabalaga, Keystone
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Was Roger Federer im Verlauf seiner Karriere geleistet hat und speziell in dieser Saison zeigt, ist unwirklich, fast unglaubwürdig. Trotzdem handelt es sich bei den Berichten über den helvetischen Tennisstar nicht um Fake-News. Björn Borg war mit 26 Jahren ausgebrannt, Pete Sampras bestritt seinen letzten Match als 31-Jähriger – und Federer? Der spielt kurz vor seinem 36. Geburtstag sensationell, vielleicht sogar sein bestes Tennis überhaupt.

Möglich machen dies nur seine Liebe zum Spiel und sein Charakter. Der Baselbieter hat als Profi im Einzel 247 zum Teil bittere Niederlagen erlebt, Tausende von Nächten in fremden Betten und unzählige Stunden im Flugzeug verbracht, x-Tausende Interviews gegeben und Abermillionen von Filzkugeln übers Netz befördert – und doch betreibt er seinen Job nach wir vor mit riesiger Leidenschaft.

Das gelingt ihm, weil er all die erwähnten Nebeneffekte nicht als lästige Pflicht betrachtet, sondern ihm das Trainieren, das Reisen, ja sogar das Kommunizieren mit den Medienschaffenden bis zu einem ­gewissen Grad Spass bereitet. «Ich bin ein positiver Mensch», sagt er selber. Die Veranlagung, das Glas immer als halb voll zu betrachten und mit den Umständen des Berühmtseins klarzukommen, ist neben dem reinen Talent für das Tennisspiel wohl der wichtigste Grund für seine lange Karriere.

Die positive Einstellung macht ihn sympathisch. Der Baselbieter ist wohl der beliebteste Athlet überhaupt, ihm fliegen rund um den Globus die Herzen zu. 8 Triumphe in Wimbledon, 19 Grand-Slam-Titel – kaum einer vereinigt ausgeprägtes Charisma mit derart viel Erfolg. Viele Experten bezeichnen ihn daher als grössten Sportler in der Geschichte oder stellen ihn zumindest auf eine Stufe mit Muhammad Ali und Michael Jordan. Völlig zu Recht.

Mail: adrian.ruch@bernerzeitung.ch

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