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Die Auferstehung der Kuh auf dem Eis

Im ersten Satz des French-Open-Viertelfinals gegen Jelena Jankovic gab sich Maria Scharapowa der Lächerlichkeit preis. Doch nach dem 0:6 in nur 29 Minuten erwachte die Titelverteidigerin.

Grosse Reaktion nach dem 0:6 im ersten Satz: Maria Scharapowa darf weiter von der Titelverteidigung träumen.
Grosse Reaktion nach dem 0:6 im ersten Satz: Maria Scharapowa darf weiter von der Titelverteidigung träumen.
Keystone

Maria Scharapowa sagte einmal, sie fühle sich auf Sandplätzen wie die sprichwörtliche Kuh auf dem Eis. Mit ihrem French-Open-Sieg im vergangenen Jahr schien diese Einschätzung eigentlich Geschichte zu sein. Bis heute. Im ersten Durchgangs des Viertelfinals gegen Jelena Jankovic lief bei Scharapowa gar nichts: Sie verlor ihn in gerade einmal 29 Minuten 0:6 und leistete sich in einigen Games drei Eigenfehler. «Scharapowa spielt wie eine Anfängerin», notierte der angesehene Tennisjournalist Neil Harman von der Londoner «Times» auf Twitter.

Im zweiten Durchgang war die so heftig gescholtene Russin endlich auch spielerisch auf dem Platz. Nach elf Minuten und einem frühen Break, das ihr Jankovic mit einem Doppelfehler schenke, führte sie 2:0, nach einem weiteren Servicedurchbruch 4:1. Das Momentum hatte die Seite gewechselt. Scharapowa, trotz des Images der eitlen Tennisprinzessin eine grosse Kämpferin, setzte ihre harten Schläge nun sicher ins Feld, während Jankovic die Bälle ein ums andere Mal neben die Linien setzte. Dann gelang der Serbin aber noch einmal ein Break. Sie verkürzte auf 4:5, ehe Scharapowa mit einem Game zu Null den Entscheidungssatz erzwang.

Den vorentscheidenden Servicedurchbruch schaffte Scharapowa im siebten Game des dritten Durchgangs. Um ihn zu bestätigen, musste sie anschliessend noch einmal einen Breakball abwehren. Mit einem lauten Schrei feierte sie das 5:3, mit einem noch lauteren das folgende Break, das ihr das 6:3 und den Sieg einbrachte. «Ich bin unheimlich glücklich, dass ich doch noch gewonnen habe. Ich wusste, dass nach dem ersten Satz ein neues Kapitel kommen würde, es war sehr wichtig, die Seite sofort umzuschlagen», sagte Scharapowa im Siegerinterview auf dem Platz. Die nächste Gegnerin der Weltnummer 2 ist ihre Ranking-Nachbarin Viktoria Asarenka (WTA 3), die sich gegen Maria Kirilenko mit 7:6, 6:2 durchsetzte.

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