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Dieser Weg wird für Federer kein leichter sein

Roger Federer beginnt das US Open gegen den 19-jährigen Amerikaner Frances Tiafoe. Rafael Nadal könnte im Halbfinal warten.

US Open 2017: Roger Federer bekommt es zum Auftakt des Turniers mit dem...
US Open 2017: Roger Federer bekommt es zum Auftakt des Turniers mit dem...
Paul Chiasson, Keystone
...19-jährigen Amerikaner Frances Tiafoe zu tun. Das bislang einzige Duell gegen Tiafoe gewann Federer im Frühjahr in Miami in zwei Sätzen.
...19-jährigen Amerikaner Frances Tiafoe zu tun. Das bislang einzige Duell gegen Tiafoe gewann Federer im Frühjahr in Miami in zwei Sätzen.
Tannen Maury, Keystone
...Ungarin Timea Babos.
...Ungarin Timea Babos.
Nic Bothma, Keystone
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Roger Federer wirkte in dieser Woche bei seinen öffentlichen Auftritten sichtlich darum bemüht, die Befürchtungen seiner Fans zu zerstreuen. Also sagte er immer und immer wieder, dass es seinem Rücken viel besser gehe, er das Training wieder habe aufnehmen können. Damit waren zwar die Diskussionen um die Rückenschmerzen vorerst ad acta gelegt, aber bereits am Freitag nach der Auslosung für das am Montag beginnende US Open ging es wieder um ein Leiden – zumindest im übertragenen ­Sinne.

Dieses Mal war es der Kopf, der herhalten musste. «Kopfschmerzen» könnte Federer der Blick aufs Tableau bereiten, wurde gemutmasst. Nun ist es zwar so, dass der Weg für den Baselbieter kein leichter sein wird, ein kniff­ligerer als auch schon vielleicht. Unbegehbar beim Verfolgen des Ziels, zum 20. Mal einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen, ist er aber nicht.

Erster Gegner des 36-Jährigen wird der US-Amerikaner Francis Tiafoe sein (ATP 71) sein. Der ­19-Jährige ist grossgewachsen, schlaggewaltig, gewiss nicht ungefährlich – aber mehr als ein ­guter Test dürfte er für Federer nicht sein. Im Frühjahr unterlag er dem Schweizer in Miami 6:7, 3:6, obschon dieser da keinen Glanztag eingezogen hatte. Gefährlicher könnte es für Federer im Achtelfinal werden, wenn alles nach Papierform läuft: Nick Kyrgios, der schillernde Australier, der endlich richtig Lust am Tennis hat, könnte sich da in den Weg stellen. Im Halb­final könnte es dann gegen die neue Nummer 1 der Welt, Rafael Nadal, gehen.

Das alles ist, wie immer, hypothetisch, eine nette Spielerei. Ist Federer gesund und – noch wichtiger – fühlt sich befreit, dann kann er jeden schlagen, nach diesem sensationellen Jahr sowieso. Bei den Wettanbietern ist er trotz gewissen Zweifeln an seinem physischen Zustand der Favorit auf den Titel in Flushing Meadows.

Unangenehme Erinnerungen

Da spielt es für die Bookies auch keine Rolle, dass der Maestro beim letzten Major-Event des Jahres letztmals 2008 reüssiert hat. Seither war er immer wieder nahe dran: 2015 verlor er im Endspiel gegen Novak Djokovic – obschon er der bessere Spieler war. 2010 und 2011 im Halbfinal dasselbe Szenario gegen den Serben. Überlegen, aber am Ende dennoch unterlegen.

Und da war 2014 noch ein gewisser Marin Cilic, der damals seine zwei Wochen des Sportlerlebens hatte, Federer in der Runde der letzten vier just in jenem Moment vom Platz schoss, als alle schon dachten, der Weg für den besten Spieler der Geschichte sei frei. Das sind unangenehme Erinnerungen, aber Roger Federer ist nicht bekannt dafür, sich von solchen verunsichern zu lassen.

Golubic gegen Babos

Henri Laaksonen, der zweite Schweizer im Tableau, trifft in der 1. Runde auf den Argentinier Juan Martín del Potro. Die ein­zige Schweizerin, Viktorija Golubic, bekommt es mit der Ungarin Timea Babos zu tun. Eine lösbare Aufgabe für die Zürcherin.

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