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Eine Qual namens Wimbledon

Der Druck, der auf ihrem Sohn Andy laste, sei manchmal kaum auszuhalten, sagt Judy Murray.

Ein Bild für die Tennis-Ewigkeit: Andy Murray umarmt nach dem Wimbledonsieg seine Mutter. Auch die Entourage von Novak Djokovic spendet Applaus. (7. Juli 2013)
Ein Bild für die Tennis-Ewigkeit: Andy Murray umarmt nach dem Wimbledonsieg seine Mutter. Auch die Entourage von Novak Djokovic spendet Applaus. (7. Juli 2013)
Keystone

Judy Murray wartete gegenüber dem «Telegraph» mit einem erstaunlich offenen Bekenntnis auf: «Ich würde Wimbledon gerne mehr geniessen. Aber die Erwartungen und der Druck auf Andy sind die Quelle von so viel Stress, wir stehen als Familie derart im Rampenlicht. Die Hoffnungen der Nation ruhen immer auf ihm. Er geht damit seit vielen Jahren unglaublich gut um. Aber ich weiss nicht, wie er das macht. Ich empfinde es als stressig.»

Immerhin habe der Wimbledonsieg ihres Sohnes im Jahr 2013 – es war der erste eines Briten seit Fred Perry 77 Jahre zuvor – diesbezüglich ein wenig Linderung gebracht, konstatiert Judy Murray. Und sie erinnert sich noch genau an das letzte Game des Finals gegen Novak Djokovic: «Ich konnte mein Herz hören. Ich war dermassen ausser mir. Du realisierst, was für eine grosse Sache das ist. Und dass du ganz nah dran bist. Ich erinnere mich, dass Andy 40:0 führte, ehe es wieder Deuce hiess und es einen Breakball für Djokovic gab. In dieser Phase dachte ich: ‹Oh Gott, bitte lass das nicht passieren.›»

Nach Andy Murrays Endspielniederlage gegen Roger Federer 2012 habe sie gesehen, wie hart es für ihn war, so knapp zu scheitern. «Er war tagelang absolut zerstört. Er wusste, wie hart er über Jahre gearbeitet hatte, und das alle diesen Wimbledonsieg wollten, er am allermeisten.» Als er es dann geschafft hatte, sei die Erlösung riesengross gewesen. «Natürlich war ich glücklich, vor allem aber erlöst», betont Judy Murray.

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