Es geht auch ohne Fehlstart

Roger Federer schlägt in der 3. Runde den Briten Daniel Evans mühelos 6:2, 6:2, 6:1 – ein Sieg fürs Selbstvertrauen.

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In den ersten beiden Partien in New York hatte Federer vor allem zu Beginn Mühe. «Unterirdisch» habe er anfangs gegen Damir Dzumhur gespielt, sagte er nach seinem Zweitrundenspiel. Die Analyse seiner Startschwäche scheint die Wirkung nicht verfehlt zu haben. Gegen Evans (ATP 58) sah es von Beginn weg wesentlich besser aus. Er begann dort, wo er gegen Dzumhur aufgehört hatte. Bei eigenem Aufschlag geriet er kaum einmal in Gefahr. Früh kam er zu Breakbällen, den vierten nutzte er zum 4:2, worauf er den ersten Satz sicher nach Hause brachte.

Noch gelang Federer nicht alles nach Wunsch, am Netz unterliefen ihm einige ungewohnte Volley-Fehler. Dennoch war er der klar stärkere Spieler auf dem Platz, setzte Evans fast permanent unter Druck. Das nächste Break war eine Frage der Zeit, es gelang ihm zum 3:1 im zweiten Durchgang, der wie der erste Satz nur 27 Minuten dauerte.

Kaum Eigenfehler, viele Winner

Es war keineswegs so, dass Evans schwach spielte. Doch was auch immer der 29-jährige Engländer probierte, Federer hatte eine Antwort parat. Sein Service war unantastbar, seine Grundschläge waren besser, er variierte mehr, beging kaum unerzwungene Fehler und schlug bedeutend mehr Winner, davon erstaunlich viele mit der Rückhand. Allein im zweiten Satz hiess das Winner-Verhältnis 20:0 für Federer.

So gewann der Schweizer auch die dritte Begegnung gegen Evans, der sich nach einer einjährigen Dopingsperre wieder an die Top 50 herantastet, ohne Satzverlust. Nach nur 80 Minuten war die einseitige Partie im Arthur Ashe Stadium vorbei.

«Nichts anders gemacht»

Waren die beiden ersten Spiele in Flushing Meadows vor allem zu Beginn ein Geknorze, marschierte Federer dieses Mal problemlos durch. Dass er im dritten Satz doch noch ein Break kassierte, war zu verschmerzen. Auch wenn Evans nicht die grosse Knacknuss war, dürfte der ungefährdete Sieg einer für Federers Selbstvertrauen sein. Es war seine mit Abstand beste Leistung an diesem Turnier, eine, die ihn für den Achtelfinal zuversichtlich stimmen lassen müsste.

Gut gelaunt zeigte sich der Baselbieter im anschliessenden Platzinterview. «Ich hatte richtig Spass», bilanzierte er. Dass der Belag tagsüber schneller ist, sei ihm entgegengekommen. «Ich habe nichts anders gemacht als in den ersten beiden Spielen», sagte der 38-Jährige auf die bisherige Startschwäche angesprochen. «Ich bin froh, dass ich wieder in den Achtelfinals stehe», so Federer.

rom

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