Federer hat gegen Djokovic keine gute Bilanz

An einem Grand Slam hat der Schweizer Djokovic seit Jahren nicht mehr besiegt. Hilft jetzt der Rasen?

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Federer-Nadal? Federer-Djokovic! Nach dem Einzug von Roger Federer in den Final und vor seinem Griff nach der neunten Trophäe hat sich in Wimbledon das Interesse schlagartig verschoben. Von der ewigen Rivalität zwischen Federer und Nadal zum längst auch legendären Duell Federer gegen Djokovic. Gegen den Serben ist der Schweizer sogar noch öfter angetreten als gegen Nadal, 47 Duelle sind es mittlerweile, 25 davon hat Djokovic gewonnen, 9 davon bei Grand-Slam-Turnieren.

Djokovic, der im Halbfinal Roberto Bautista Agut überwand, ist statistisch derzeit der klare Favorit gegen Federer. Der letzte Sieg des Baselbieters datiert von 2015, als er ihn an den ATP World Tour Finals in den Gruppenspielen bezwang, sich später im Final aber geschlagen geben musste. An einem Grand Slam gelang Federer gar seit 2012 kein Sieg mehr gegen Djokovic, damals schlug er ihn im Halbfinal auf dem Weg zu seinem vorletzten Titel in Wimbledon – den letzten errang er vor zwei Jahren gegen den Kroaten Marin Cilic.

Federer: «Keine Geheimnisse mehr»

Was ebenso nicht ganz einfach scheint: Nadal und Djokovic am selben Turnier zu bezwingen. Federer glückte das bisher nur an den ATP Finals 2010. An der Pressekonferenz nach dem Halbfinalsieg gegen Nadal gab es für Federer ziemlich bald schon viele Fragen zum Final und zu Novak Djokovic. «Wenn man 15 Mal (an einem Grand-Slam-Turnier, Anm. d. Red.) gegeneinander gespielt hat, gibt es keine Geheimnisse mehr. Wir kennen uns so gut, da spielen andere Dinge eine wichtigere Rolle», sagte er.

Von den zehn letzten Duellen hat Federer gegen Djokovic acht verloren, darunter sind auch zwei seiner empfindlichsten Niederlagen überhaupt gegen den Serben. 2015, mitten in einer Zeit, in der nicht wenige Beobachter Federers Wettbewerbsfähigkeit auf höchstem Niveau in Frage zu stellen begannen, verlor er binnen weniger Wochen zwei Grand-Slam-Finals gegen Djokovic. Erst in Wimbledon, dann am US Open.

Auf Rasen: Immer in Wimbledon

Manchmal, sagte Federer noch an der Pressekonferenz, entscheide im Tennis auch das Glück. Das dürfte weniger verzweifelt gemeint sein, als es klingt. Auf Rasen nämlich kann Federer die bislang weniger gute Bilanz gegen Djokovic mit einem Sieg im Final ausgleichen.

Erst dreimal trafen die beiden auf dieser Unterlage aufeinander, stets in Wimbledon. Jetzt kommt es zum vierten Duell. Favorisiert ist Djokovic. Und wer auf einen Federer-Sieg wettet, erhält das zweieinhalbfache seines Einsatzes zurück.

mrm

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