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«Federer hat wie ein Monster gespielt»

Das französische Drama im Davis-Cup-Final gegen die Schweiz wirkt für Richard Gasquet wie ein Trauma nach.

Am Ziel: Die Schweizer stemmen im Konfettiregen den Davis Cup in die Höhe.
Am Ziel: Die Schweizer stemmen im Konfettiregen den Davis Cup in die Höhe.
AFP
Grosse Emotionen: Der Davis-Cup-Triumph ist für Roger Federer nach dem Matchball gegen Richard Gasquet.
Grosse Emotionen: Der Davis-Cup-Triumph ist für Roger Federer nach dem Matchball gegen Richard Gasquet.
Reuters
Fürs Fotoalbum: Federer posiert vor dem kapitalen Match mit seinem Gegner Gasquet.
Fürs Fotoalbum: Federer posiert vor dem kapitalen Match mit seinem Gegner Gasquet.
Keystone
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Der Stachel sitzt immer noch tief. Mit 1:3 unterlag Frankreich dem Schweizer Davis-Cup-Team vor vier Wochen, Richard Gasquet verlor an der Seite von Julien Benneteau das Doppel und einen Tag später auch noch das Einzel gegen Roger Federer. Einen Monat später hat Gasquet den Schock halbwegs verdaut und gibt der französischen Sportzeitung «L'Équipe» das erste Interview: «Federer hat wie ein Monster gespielt», erinnert sich Gasquet.

Nach der Niederlage im ersten Einzel gegen Gäel Monfils und der überstandenen Blessur am Rücken fegte Federer Gasquet in drei Sätzen vom Platz. «Ich habe versucht, meine Taktik zu verändern, habe damit aber keine Chance gehabt.» Der 28-jährige Franzose war vor allem von der Ruhe und Gelassenheit des fünf Jahre älteren Schweizers beeindruckt. «Rogers Erfahrung ist einfach unglaublich. Diese Art von Matchs beherrscht er perfekt.» Angesichts dieser Demonstration von Federer erübrigt sich für Gasquet ein Blick in den Spiegel, nur im Doppel zeigt er sich selbstkritisch. «Wir können im Doppel besser spielen, keine Frage», sagt Gasquet.

Die australische Wunderwaffe

Gasquet (ATP 26) hatte sich mit Benneteau (25) und dem Duo Monfils (18) und Jo-Wilfried Tsonga (12) wochenlang auf das Endspiel in Lille vorbereitet und verschiedene Doppelkombinationen ausgetestet, während Roger Federer (2) und Stan Wawrinka (4) an den World Tour Finals in London zu Randzeiten das Doppel trainierten.

Einen wesentlichen Einfluss hatte dabei das kurzfristige Engagement des australischen Trainers David Macpherson, der Coach der berühmten Bryan-Brüder (16 Grand-Slam-Titel im Doppel). «Roger und Stan haben Kombinationen geübt, haben sich am Netz ständig bewegt. Sie haben mir auf den Körper serviert und ein wenig auch auf die Vorhand», sagt Gasquet, der seine besten Schläge auf der Rückhand hat.

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