Federer marschiert ohne Satzverlust in den Final

Roger Federer bezwingt den Tschechen Tomas Berdych in drei Sätzen und spielt am Sonntag im Endspiel von Wimbledon um seinen 19. Grand-Slam-Titel.

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Der 35-jährige Basler setzt sich in einem lange sehr umstrittenen Duell 7:6 (7:4), 7:6 (7:4), 6:4 gegen Tomas Berdych durch. Am Sonntag strebt er im Final gegen Marin Cilic seinen 8. Triumph in Wimbledon an - und damit den alleinigen Rekord.

Im ersten Satz führte Federer nach einem Break zum 3:2, gab den Aufschlag aber zum 4:4 selber ab. Im Tiebreak lag er dann nur nach dem ersten Punkt im Rückstand. Im zweiten Satz zeigten sich die Aufschläger sehr souverän. Auch diesmal behielt Federer in der Kurzentscheidung aber die Nerven, Berdych geriet früh 1:5 ins Hintertreffen.

Das kann nur Federer: Der Maestro packt einen Backhand-Halbvolley Passierball der absoluten Sonderklasse aus. (Quelle: SRF)

Befreiung in Champions-Manier

Die Vorentscheidung fiel in der Mitte des dritten Satzes. Berdych führte 3:2 und erarbeitete sich zwei Breakbälle. Beim Stand von 15:40 reihte Federer jedoch drei Asse und einen Aufschlagwinner aneinander. Im nächsten Game holte er sich dann selber das Break. Nach etwas über zweieinviertel Stunden nutzte der Schweizer seinen zweiten Matchball mit einem weiteren starken Service zum Sieg.

Um 15 Uhr Schweizer Zeit trifft Federer am Sonntag auf den Kroaten Marin Cilic. Sechs von sieben Duellen hat er gegen die Nummer 6 der Welt gewonnen, blieb jedoch bei der einzigen Niederlage im Halbfinal des US Open 2014 absolut chancenlos, als Cilic anschliessend sein erstes Grand-Slam-Turnier gewann. Auch im letzten Jahr musste er in Wimbledon gegen Cilic lange unten durch. Federer wehrte im Viertelfinal aber drei Matchbälle ab und gewann noch in fünf Sätzen.

Federers Finalgegner

Der 28-jährige Kroate besiegte im ersten Halbfinal den Amerikaner Sam Querrey nach knapp drei Stunden 6:7 (6:8), 6:4, 7:6 (7:3), 7:5. Nach dem verlorenen ersten Satz, in dem Cilic einen 4:1-Vorsprung im Tiebreak preisgegeben hatte, übernahm der Kroate das Zepter auf dem Centre Court. Als Rückschläger kam er zu deutlich mehr Chancen als sein Gegenüber, der aber zwei seiner drei Breakchancen nützte und dadurch auch im dritten und vierten Satz seine Chancen hatte.

Mit seinem vierten Break entschied Cilic nach knapp drei Stunden auch das fünfte Duell gegen den Amerikaner. 2012 hatten die beiden den zweitlängsten Match in Wimbledon gespielt, den Cilic mit 17:15 im fünften Satz zu seinen Gunsten entschied. Für Cilic, die Nummer 6 der Welt, ist es im elften Anlauf der erste Einzug in den Final von Wimbledon und der zweite an einem Grand-Slam-Turnier, nachdem er 2014 das US Open in New York gewonnen hat.

nos/sda

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