Federer scherzt über Williams-Thiem-Krach

Der Schweizer sagt, er verstehe Thiems Frustration. Doch auch der Österreicher selbst nimmt das Ganze mittlerweile ganz gelassen.

Roger Federer liebt Dominic Thiems Dialekt – versteht aber auch dessen Frustration. Video: Roland Garros

Wahrscheinlich wusste Roger Federer bereits, was auf ihn zukommen würde. Schliesslich wird der Schweizer an Pressekonferenzen stets nach seiner Meinung gefragt. Zu allem, was in der Tennis-Welt so passiert, auch über den Zwist zwischen Dominic Thiem und Serena Williams. Ein Zwist, den Federer selbst lustig fand, so erzählte er es an seiner Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Leonardo Mayer. Das läge vor allem an Thiems Dialekt, den er liebe, so Federer, «er (Thiem) weiss das auch».

Was war passiert? Der Österreicher Thiem gab nach seinem Sieg gegen Pablo Cuevas eine Pressekonferenz, als es Serena Williams plötzlich eilig hatte und der Raum für die Interviews mit der Amerikanerin geräumt werden musste. Sie war gerade von ihrer Niederlage gegen Aussenseiterin Sofia Kenin gekommen. Thiem also musste seinen Austausch mit den Medien in einen anderen Raum verlegen und reagierte erbost, «ich bin doch kein Junior mehr», sagte er.

Es reichte für den Final

Später warf der 25-Jährige der 23-fachen Grand-Slam-Siegerin vor, eine schlechte Persönlichkeit zu haben, «ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass ein Federer oder Nadal das nicht machen würden». Darauf angesprochen, sagte Federer an seiner Pressekonferenz, er hätte Mayer den Vortritt gelassen, wenn dieser ihn geschlagen hätte, oder sich zumindest mit ihm abgesprochen, wer denn nun zuerst Interviews geben dürfe.

«Ich verstehe, dass Dominic frustriert ist», ergänzte Federer, den Vorfall nahm er aber locker. Er habe mit Thiem in der Garderobe darüber gescherzt. Alles nicht so schlimm also? Genau, auch der Österreicher selbst zeigte sich später bei Eurosport wieder entspannt, sagte, dass seine Junioren-Aussage ja auch nicht korrekt gewesen sei, schliesslich sei es ja egal wer dort sitze, der nächste hätte zu warten.

Und: Dass seine Pressekonferenz früher endete, hatte auch positive Auswirkungen. So habe er pünktlich um 21.00 Uhr zum Anpfiff des Champions-League-Finals vor dem Fernseher sein können.

mro

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