«Für mich ist ein Traum wahr geworden»

Roger Federer hat die 100 ATP-Titel in der Tasche. Der 37-jährige Schweizer über diesen Meilenstein und die Zukunft des Tennis.

«Tennis ist in guten Händen, egal ob ich da bin oder nicht»: Das Platzinterview mit Federer nach dem Sieg. (Video: SRF)

Es ist vollbracht: Roger Federer feiert in Dubai den 100. Titel auf ATP-Stufe. Der Schweizer gewinnt den Final gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas 6:4, 6:4.

«Ich bin entzückt, ich bin so glücklich. Es ist toll, hier den achten und gleichzeitig meinen hundertsten Titel zu gewinnen», schwärmte Federer im Platzinterview nach dem Triumph über seinen Meilenstein. So einfach sei ihm dieser aber nicht ermöglicht worden. «Es war eine wunderbare Woche für mich, aber mit schwierige Bedingungen und harten Gegnern bis hin zu Stefanos heute. Er hat Tolles vollbracht: Letzte Woche in Marseille zu sein und dann hier das Finale zu erreichen, und das noch auf verschiedenen Kontinenten, das ist wirklich schwer. Er hat grossartig gespielt. Aber für mich ist es heute natürlich ein absoluter Traum, der wahr geworden ist.»

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Lob gab es auch vom griechischen Gegner, der ihn bei den Australian Open im Achtelfinal noch bezwang. «Ich gratuliere dir zu den 100 Titeln. Das ist eine völlig verrückte Zahl», so Tsitsipas. Und weiter: «Es ist eine Ehre, gegen Roger zu spielen. Er ist mein Idol, seit ich sechs Jahre alt war.»

«Das Tennis ist in guten Händen»

Weiter wurde Federer gefragt, wie es nun für ihn sei, gegen junge Spieler anzutreten, die ihn als Idol sehen. «Es ist ein Privileg. Denn eines Tages werde ich ihnen am Fernseher zuschauen», sagte Federer. Das sei bei ihm früher auf dem Platz nicht anders gewesen. «Es war mir immer ein besonderes Vergnügen, als junger Spieler gegen meine Idole wie Andre Agassi und Pete Sampras anzutreten.»

Dass ihm die jungen Spieler vielleicht den einen oder anderen Rekord irgendwann streitig machen, damit kann Federer gut leben. Tsitsipas prophezeit er jedenfalls eine glorreiche Zukunft. «Stefanos wird eine grossartige Karriere haben. Er hat ja bereits eine. Das Tennis ist in guten Händen, egal ob ich da bin oder nicht.»

heg

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