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Hingis kritisiert die aktuelle Tennis-Generation

Martina Hingis steht mit Jamie Murray im Final des Mixed-Turniers von Wimbledon. Auch Abseits des Rasens macht die Schweizerin auf sich aufmerksam.

Spezielle Meinung: Martina Hingis äussert sich pointiert zur Entwicklung im Frauen-Tennis. (14. Juli 2017)
Spezielle Meinung: Martina Hingis äussert sich pointiert zur Entwicklung im Frauen-Tennis. (14. Juli 2017)
Peter Klaunzer, Keystone
Zusammen mit ihrem schottischen Partner Jamie Murray schafft die Ostschweizerin den Einzug in den Mixed-Final von Wimbledon.
Zusammen mit ihrem schottischen Partner Jamie Murray schafft die Ostschweizerin den Einzug in den Mixed-Final von Wimbledon.
Julian Finney/Getty Images
Hingis lobt aber auch. So findet sie, dass die Deutsche Angelique Kerber (l.)  – hier nach ihrer Niederlage gegen die spätere Wimbledon-Siegerin Garbiñe Muguruza – enorme Fortschritte gemacht hätte. (10. Juli 2017)
Hingis lobt aber auch. So findet sie, dass die Deutsche Angelique Kerber (l.) – hier nach ihrer Niederlage gegen die spätere Wimbledon-Siegerin Garbiñe Muguruza – enorme Fortschritte gemacht hätte. (10. Juli 2017)
Tim Ireland, Keystone
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Martina Hingis ist bekannt dafür, dass sie pointiert die Geschehnisse im Tennis kommentiert. Die 36-jährige Ostschweizerin, ehemalige Nummer 1 und fünffache Grand-Slam-Siegerin im Einzel, äussert sich auch während des bedeutenden Turniers von Wimbledon zu ihrer Sportart.

In einem Interview mit der deutschen Zeitung «Welt am Sonntag» hat Hingis die aktuelle Generation der weiblichen Tennisprofis hart kritisiert. «Das Leistungsniveau mag im Ganzen vielleicht breiter geworden sein, aber das Spiel ist nicht wirklich intelligenter oder kompetitiver», erklärt Hingis, die mit ihrem Partner Jamie Murray am Sonntag an der Church Road das Mixed-Final bestreitet.

Seles oder Graf auch heute noch top

Hingis schiebt dabei nicht nur den Spielerinnen die Schuld in die Schuhe. «Ich denke, es liegt vor allem an den Trainern. Diese müssten die Lernwilligkeit der Spielerinnen wecken, diese aus der Komfortzone holen. «Doch genau da fühlen sich zu viele wohl. Ich glaube, früher hatten wir alle etwas mehr Spielübersicht und Spielwitz. Gerade bei den ganz jungen Mädels ist es oft nur eine einzige Knallerei.» Und darum würden die Matches auch so verlaufen.

Hingis wagt auch einen Vergleich mit früheren weiblichen Champions. Spielerinnen wie Steffi Graf oder Monica Seles hätten auch heute noch Chancen auf grosse Titel wie etwa in Wimbledon. «Die Champions von damals wären auch heute wieder die Champions. Wir sind immer lernfähig gewesen», findet die Schweizerin.

Auch ein Lob

Hingis lobt aber auch im Interview mit dem deutschen Medium. Es sei unglaublich, was Angelique Kerber im letzten Jahr geleistet habe. Aber als Nummer eins sei es dann noch mal etwas komplett anderes. Es ändere sich sehr viel. Da würden so viele Verpflichtungen dazu kommen. «Du hast weniger Zeit zu trainieren. Die Erwartungen steigen, der Druck ist da.»

Die deutsche Nummer 1 im WTA-Ranking schied heuer in Wimbledon gegen die spätere Siegerin Garbiñe Muguruza aus Spanien aus.

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