Zum Hauptinhalt springen

«Ich bin persönlich enttäuscht von Federer»

Roger Federers Absage schlägt dem Direktor des Rasen-Events im westfälischen Halle so sehr aufs Gemüt, dass er den French-Open-Finalisten auf der offiziellen Turnier-Website frontal angreift.

Geteilter Meinung: Ralf Weber und Roger Federer.
Geteilter Meinung: Ralf Weber und Roger Federer.
Keystone

«Das ist für mich eine persönliche Enttäuschung, die ich augenblicklich kaum in Worte fassen kann. Das macht mich fassungslos», erklärte Halles Turnierdirektor Ralf Weber, der mit Federer im vergangenen Jahr eigentlich einen Vertrag bis zum Karriereende des Schweizers abgeschlossen hatte. Er erwarte, dass ein solcher Vertrag auch «mit Leben erfüllt» werde und nicht nur eine Absichtserklärung sei. «Die Planungen waren ein Jahr lang fast ausschliesslich auf Rogers Start bei uns konzentriert, und er hat uns gegenüber auch nie daran Zweifel aufkommen lassen, dass er keine gesundheitlichen Probleme hat», so Weber weiter. «Meine Enttäuschung habe ich auch gegenüber seinem Management deutlich zu verstehen gegeben.»

Federer hätte eigentlich am Mittwoch gegen Vorjahressieger Lleyton Hewitt seinen Auftaktmatch in Halle bestreiten sollen. Da er Schmerzen an der Leiste hat und knapp zwei Wochen vor dem Beginn des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon kein Risiko eingehen möchte, musste der Weltranglistendritte aber einen späten Rückzieher machen. «Es tut mir sehr leid, dass ich nicht kommen kann. Aber ich sehe euch nächstes Jahr», sagte Federer in Richtung der deutschen Tennisfans.

Verzicht ist nachvollziehbar

So bitter Federers Verzicht für das Turnier in Halle ist, so verständlich ist er mit Blick auf die kommenden Monate. Nach Wimbledon, wo der Baselbieter als Viertelfinal-Verlierer des letzten Jahres viele Punkte hinzugewinnen und den Abstand zur Weltranglistenspitze gehörig reduzieren kann, findet Anfang Juli die Davis-Cup-Partie gegen Portugal statt, ehe im August zwei Hartplatzturniere der Masters-1000-Kategorie in Nordamerika auf dem Programm stehen und schliesslich das US Open (29. August bis 11. September).

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch