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«Ich sehe mich nicht als Sexsymbol»

Im Interview mit einem britischen TV-Sender spricht Roger Federer über seine Wutausbrüche als junger Spieler, die Tücken der Berühmtheit und die Familie als Schlüssel zum Erfolg.

Über seine Wandlung auf dem Tennisplatz: «Vor zehn, fünfzehn Jahren war ich ein ganz anderer Charakter auf dem Tennisplatz. Ich habe mich von einem schreienden, Rackets werfenden, fluchenden Typen in den ruhigen Spieler verwandelt, der ich heute bin. Es ist sehr seltsam, dass es mir gelungen ist, an einem Punkt meiner Karriere auf den Tisch zu hauen und zu sagen: ‹Das ist genug. Ich kann es nicht mehr aushalten, dass ich Rackets werfe und mich vor den Augen von Tausenden schämen muss.› Auf eine Art bin ich aber glücklich, dass ich so war. Deshalb habe ich heute nicht mehr den Drang, mich so zu benehmen. Selbst wenn ich den leichtesten Überkopfball verschlage, bin ich total entspannt und denke mir: ‹Den nächsten triffst du.›»

Über die Rolle der Familie und seine Zukunftspläne: «Die Familie ist extrem wichtig, um die Motivation und die Inspiration aufrechtzuerhalten und durch die schwierigen Phasen auf der Tour zu kommen. Manchmal ist es hart, aber zusammen macht es so viel Spass. Ich hätte nie gedacht, dass ich als Vater noch spielen würde, aber nun sind die Mädchen schon fast dreieinhalb Jahre alt. Es ist wirklich aufregend. Ich hoffe, ich kann noch viele Jahre spielen. Denn ich kriege nicht genug.»

Über die Gründe für den Entscheid gegen den Fussball in der Jugend: «Im Fussball geht es nicht im gleichen Tempo wie im Tennis. Es dauert viele Jahre mehr. Am Tennis hat mir zudem gefallen, dass ich für meine Niederlagen verantwortlich war. Im Fussball war ich oft ein schlechter Verlierer und habe gesagt: ‹Der Goalie war heute so schwach.› Das ist nicht fair, deshalb habe ich mich fürs Tennis entschieden.»

Über seinen Status als Sexsymbol: «Meine Eltern sehen mich als kleinen Jungen, meine Frau sieht mich als Ehemann. Natürlich mögen sie es, wenn ich gut gekleidet bin und gemocht werde, aber letztlich wollen sie, dass ich mich selbst bleibe. Ich musste mich daran gewöhnen, so berühmt zu sein und erkannt zu werden. Es ist schwierig, sich daran zu gewöhnen, dass einen jeder erkennen könnte, gerade im Zeitalter von Social Media und Fotohandys. Ich glaube, ich habe es geschafft, mich selbst und auf dem Boden zu bleiben. Ich fühle mich nicht als Sexsymbol, sondern als normaler Mann, der einfach ziemlich erfolgreich ist.»

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