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«Ich würde mir Federers Leichtigkeit wünschen»

Der verletzte Tennisstar Rafael Nadal äussert sich im Magazin «Vanity Fair» über den Ärger mit dem lädierten Knie, Rücktrittsgedanken, Geld und die Beziehung zu seiner Freundin.

«Ich weiss nicht, wie lange ich noch Tennis spielen werde»: Rafael Nadal macht sich Gedanken über die Dauer seiner Karriere. (17. August 2012)
«Ich weiss nicht, wie lange ich noch Tennis spielen werde»: Rafael Nadal macht sich Gedanken über die Dauer seiner Karriere. (17. August 2012)
Reuters
Als Berühmtheit des Jahres geehrt: Nadal an der Preisverleihung der spanischen «Vanity Fair». (17. September 2012)
Als Berühmtheit des Jahres geehrt: Nadal an der Preisverleihung der spanischen «Vanity Fair». (17. September 2012)
Keystone
Die Frau an seiner Seite: Xisca Perelló und Nadal sind seit Jugendtagen ein Paar. (22. November 2011)
Die Frau an seiner Seite: Xisca Perelló und Nadal sind seit Jugendtagen ein Paar. (22. November 2011)
Keystone
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Fast drei Monate sind seit Rafael Nadals letztem Ernstkampf, dem verlorenen Zweitrundenspiel gegen Lukas Rosol am 28. Juni in Wimbledon, vergangen. Und noch immer ist nicht klar, wann der am Knie verletzte Spanier auf die Tour zurückkehren kann. Immerhin stellte der Arzt der Weltnummer 4 nun den kommenden Monat als Termin für den Wiedereinstieg ins Tennistraining in den Raum.

«Es ist ein sehr langwieriger Prozess, aber die Richtung, die wir eingeschlagen haben, stimmt», erklärte Nadal gegenüber der spanischen Ausgabe des Magazins «Vanity Fair». Der elffache Major-Champion, der sich gegen einen operativen Eingriff entschieden hat, leidet unter dem sogenannten Hoffa-Syndrom, einer Schwellung des Fettgewebes unterhalb der entzündeten Patellasehne. Sportmediziner raten ihm deswegen, am besten nur noch auf Sand zu spielen, was wegen der Dominanz der Hartplatzturniere im ATP-Kalender aber nicht umzusetzen ist.

«Ich weiss nicht, wie lange ich noch Tennis spielen werde», gab Nadal, dessen Spielstil den Körper extrem beansprucht, freimütig zu. «In fünf Jahren bin ich schon 31, und wenn ich denke, dass ich schon mit 16 als Profi angefangen habe... Wer weiss?» 31 ist das Alter des Weltranglistenersten Roger Federer, der vorhat, noch bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro weiterzumachen.

«Sonst verwandelt sich alles in eine unnötige und ungemütliche Show»

Wie gut der Schweizer im für einen Spitzenspieler recht hohen Alter noch im Schuss ist, beobachtet Nadal mit Bewunderung – und wohl auch einem Schuss Wehmut wegen seiner eigenen physischen Verwundbarkeit. Auf die Frage, welches Talent er gerne besitzen würde, antwortete er: «Roger Federers Fähigkeit, mit Leichtigkeit Tennis zu spielen.»

Nadal, der auf dem Court als Krieger gilt, sonst aber sehr zurückhaltend auftritt, erklärte im «Vanity Fair»-Interview auch, warum seine Freundin Xisca Perelló so selten in der Öffentlichkeit zu sehen ist: «Ich denke, dass die Diskretion für uns beide das Beste ist. Sonst verwandelt sich alles in eine unnötige und ungemütliche Show.» Überhaupt sage ihm die Rolle des Yellow-Press-Stars nichts, ebenso wenig wie jene des vor allem auf das Finanzielle bedachten Grossverdieners. «Ich bin weit davon entfernt, zu wissen, wie viel Geld ich besitze. Das ist nichts, mit dem ich mich beschäftige. Mein Vater kümmert sich darum. Ich habe mir in meinem Leben nur ein einziges Auto gekauft, das war nach meinem ersten Wimbledon-Sieg», so Nadal.

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