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«Ich würde Rafael niemals die Tasche tragen»

Toni Nadal, Onkel und Coach von Rafael Nadal, verrät an einer Tagung für Tennistrainer, warum sein Neffe mit links spielt, wie er ihn Demut lehrte und wieso sich die beiden über Fussball streiten.

Eingespieltes Duo: Rafael Nadal wird schon seit seinem vierten Lebensjahr von Onkel Toni betreut.
Eingespieltes Duo: Rafael Nadal wird schon seit seinem vierten Lebensjahr von Onkel Toni betreut.
Keystone

Toni Nadal ist der grosse Mentor von Rafael Nadal. Ihm hat der 11-fache Grand-Slam-Sieger alles zu verdanken. Kaum konnte der kleine Rafa einen Tennisschläger halten, nahm Toni den talentierten Sohn seines Bruders unter seine Fittiche. «Eltern stellen ihre Kinder zu sehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, heben sie auf ein Podest. Sie glauben dann schon, etwas Besonderes zu sein, ohne etwas Besonderes geleistet zu haben», sagt Toni Nadal an einer Fortbildungstagung für Trainer in München. «Ich hätte es nie ertragen können, wenn mein Neffe Starallüren entwickelt hätte. Ich würde Rafael niemals die Tasche mit seinen Schlägern tragen, das ist undenkbar. Ich sehe natürlich, dass andere das machen, aber das geht eigentlich nicht.»

Respekt ist für Toni Nadal eines der Schlüsselwörter im Sport. Dazu gehört auch, dass die Autorität eines Coaches nie infrage gestellt werden darf. Nie im Leben würde er sich von einem Spieler beschimpfen lassen. «Ich würde aufstehen und gehen», sagt Toni Nadal. Er muss dabei auch zugeben, dass es gelegentlich zu Reibereien kommt, meistens aber nur, wenn es um Fussball geht. «Er weiss ganz viel über Tennis. Nur vom Fussball hat er keine Ahnung», sagt Barça-Fan Toni Nadal über Rafael, der ein grosser Anhänger von Real Madrid ist.

Die Wahl des Schlagarms

Mehr Einfluss als beim Fussball hat Onkel Nadal bei der Wahl des Schlagarms. Rafael wird als Rechtshänder gezwungen mit der linken Hand Tennis zu spielen. «Den Aufschlag haben wir Rafael zu Beginn mit der linken und der rechten Hand trainieren lassen. Er konnte beides nicht. Bei der Suche nach der richtigen Hand fiel die Wahl auf die linke, weil der kleine Rafael beim Fussball den linken Fuss bevorzugte. Das ist der einzige Grund», so Toni.

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