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Liebe Patty Schnyder

Zum Rücktritt der Schweizer Tennisspielerin: Ein offener Brief an eine Unfassbare.

Als du am Samstag den grossen Interviewraum in Roland Garros verlassen hast, hast du niemandem Adieu gesagt, nicht nach links oder rechts geschaut. Du hast dich in die Arme einer alten, asiatischen Kollegin geworfen und bist entschwunden, in dein neues Leben. Du schienst erleichtert, Öffentlichkeit und Medien endlich hinter dir lassen zu können. Für dich waren sie auch meist nur lästig gewesen, hatten Böses gewollt, keine Ahnung gehabt oder unangenehme Fragen gestellt. Ein notwendiges Übel halt.

Roger Federer macht das jeweils anders. Er sagt nach jeder kleinen Pressekonferenz «tschau zäme» und spricht jene mit Namen an, die er kennt. Du dagegen hast die Leichtigkeit, die dich als Spielerin ausgezeichnet hat, meist auf dem Tennisplatz gelassen, bliebst verschlossen, abweisend, unfassbar.

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