Monfils, der Schweiz-Kenner

Obwohl Frankreichs potenzielle Davis-Cup-Spieler ihr (Steuer-)Domizil in der Schweiz haben, kennen sie teilweise nicht mal die Hauptstadt.

Liebt und kennt die Schweiz: Wenn es um die Hauptstadt oder den Nationalfeiertag geht, ist Frankreichs Gaël Monfils sattelfest – im Gegensatz zu einigen Davis-Cup-Kollegen. Foto: Sigi Tischler / Keystone.

Liebt und kennt die Schweiz: Wenn es um die Hauptstadt oder den Nationalfeiertag geht, ist Frankreichs Gaël Monfils sattelfest – im Gegensatz zu einigen Davis-Cup-Kollegen. Foto: Sigi Tischler / Keystone.

René Stauffer@staffsky

Frankreichs fünf potenzielle Davis-Cup-Spieler für den Final in Lille haben eines gemeinsam: Alle haben ihr (Steuer-)Domizil in der Schweiz: ­Richard Gasquet und Gilles Simon in Neuenburg, Gaël Monfils in Trélex VD, Jo-Wilfried Tsonga gleich nebenan in Gingins und Julien Benneteau in Nyon. Die Pariser Sportzeitung «L’Equipe» wollte nun herausfinden, wie es um die Schweiz-Kenntnisse dieses Quintetts steht, und stellte allen dieselben zehn Fragen. Dabei offenbarten sich doch gewisse Wissenslücken.

Während alle fünf den Schweizer Fussballmeister (FC Basel) kannten, scheiterten alle gemeinsam bei der Frage nach der Anzahl der Kantone – 12, 22 oder 26 (was richtig wäre). Sehr überraschend war auch, dass nur einer – Monfils – den 1. August als National­feiertag nannte. Tsonga, der immerhin eine Schweizer Freundin hat, tippte auf den 14. September. Er war zudem auch noch der Einzige, der die Frage nach der Hauptstadt falsch beantwortete (er tippte auf Zürich). Dafür wusste er exklusiv, dass Céline Dion für die Schweiz einst den Concours de l’Eurovision gewonnen hatte.

Monfils war mit 7 Punkten der Beste, vor Benneteau (6,5), Tsonga und Gasquet (je 5) sowie Simon (4). Der 28-Jährige Schweiz-Experte outete sich gegenüber der Zeitung auch als richtiger Liebhaber seiner neuen Heimat. Er sei verliebt in Trélex, wegen der Ruhe, der Natur, der Freundlichkeit der Leute, so Monfils. Er und Tsonga würden sich oft treffen, gemeinsam essen, Fussball oder Basketball spielen. Und er verriet auch, dass er in der Schweiz sogar seine Redeweise umstelle, auch wie die lokale Bevölkerung zähle – septante, huitante … – und darauf achte, drei statt zwei Küsschen auf die Wange zu geben.

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