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«Natürlich spielen die Nerven eine Rolle»

Roger Federer gibt sich im Vorfeld auf das Australian Open gelassen und ausgeruht. Das muss der Schweizer auch sein, denn mit Bernard Tomic hat sein potentieller Prüfstein ein starkes Signal gesendet.

Auf Tuchfühlung mit dem Zeichentrickhelden: Roger Federer macht mit Sponge Bob Schwammkopf Dehnübungen.
Auf Tuchfühlung mit dem Zeichentrickhelden: Roger Federer macht mit Sponge Bob Schwammkopf Dehnübungen.
Keystone
An der Seitenlinie: Federer versucht sich als Balljunge.
An der Seitenlinie: Federer versucht sich als Balljunge.
Keystone
Gangnam Style: Djokovic und Serena Williams tanzen den Tanz des südkoreanischen Rappers Psy.
Gangnam Style: Djokovic und Serena Williams tanzen den Tanz des südkoreanischen Rappers Psy.
Keystone
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Beim Kids Day des Australian Open konnten die Zuschauer Roger Federer von seiner entspanntesten Seite geniessen. Der Schweizer stretchte mit Zeichentrickheld Sponge Bob Schwammkopf und versuchte sich sogar als Balljunge. Diese Gelassenheit ist keineswegs nur gespielt, wie Federer erklärt: «Die letzten eineinhalb Monate waren sehr entspannend. Ich hatte kaum Auftritte und konnte mich physisch und mental vorbereiten.» Die Vorbereitung auf das Major-Turnier sei völlig anders gewesen als in den letzten Jahren. «Ich bin früh angekommen, zwei drei Tage eher als in den letzten Jahren. Das gibt mir ein gutes Polster, was vor einem Grand-Slam-Turnier nicht schlecht ist.» Die letzten Saisons seinen hart gewesen, darum sei es enorm wichtig, frisch in das Turnier und die neue Saison zu starten.

Neben den Titelambitionen von Novak Djokovic, Andy Murray und ihm selbst sieht Federer dieses Jahr die Möglichkeit für Spieler ausserhalb der Top 3, ein erfolgreiches Turnier zu spielen. «Viele der Top-10-Spieler haben eine sehr gute Saison hinter sich. David Ferrers Saison war einfach grossartig, Jo-Wilfried Tsongas Talent ist ebenfalls unbestritten und Tomas Berdych hat mit dem Davis-Cup-Sieg einen guten Erfolg im Rücken», sagt der Baselbieter. Vor allem aber habe Juan Martin Del Potro wieder seine Ansprüche auf den Titel angemeldet. Um diesem Aufschwung seiner Gegner entgegen zu wirken, weiss Federer, worauf es ankommt. «Natürlich spielen die Nerven eine Rolle. Aber ich bin bereit für den Start und hungrig auf den Erfolg.»

Federers Warnung an Tomic

Der erste grosse Prüfstein wird voraussichtlich Bernard Tomic (ATP 64) in der dritten Runde. Der junge Australier hat im Final des Vorbereitungsturniers in Sydney den Südafrikaner Kevin Anderson (ATP 36) 6:3, 6:7, 6:3 geschlagen und mit seinem ersten Titelgewinn auf der Tour ein klares Signal gesendet. «Ich freue mich jetzt auf Melbourne. Im Moment fühle ich mich unbezwingbar und weiss, dass ich gutes Tennis spiele», sagte Tomic nach dem Final. Auch Federer weiss um die Gefährlichkeit seines möglichen Gegners, der gleich zu Jahresbeginn beim Hopman-Cup Djokovic bezwungen hatte. «Wir wissen, wie talentiert er ist und was er fähig ist zu leisten.» Einen wichtigen Faktor sieht Federer im Heimvorteil für Tomic: «Hier spielt er normalerweise am besten.» Doch der Tennismaestro warnt den jungen Australier: «Es wäre ein Fehler, jetzt schon an eine mögliche Begegnung mit mir in der dritten Runde zu denken. Auch er muss zuerst so weit kommen.»

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