So halbiert man ein Fussballstadion

In nur zwei Monaten wurde aus dem Stade Pierre-Mauroy der Austragungsort für den Davis-Cup. Schauen Sie sich den Umbau im Zeitraffer an.

Imposant: So wurde aus dem Fussballrasen ein Tennis-Sandplatz.

Ursprünglich wurde das Stadion im Osten von Lille für die Fussball-EM 2016 errichtet. Gut zwei Jahre Bauzeit und Kosten von 282 Millionen Euro wurden für die neue Sportstätte aufgewendet. Dank der Finalqualifikation des französischen Davis-Cup-Teams widerfährt dem Fussballtempel, in dem normalerweise der OSC Lille seine Spiele austrägt, noch vor der Europameisterschaft ein sportliches Highlight. In nur zwei Monaten wurde das Stade Pierre-Mauroy in eine Tennishalle umfunktioniert und fasziniert selbst weitgereiste Tennisprofis. Der Court liegt 4,5 Meter unterhalb der Ebene, auf der sich sonst die eine Hälfte des Fussballrasens befindet. Der Rasen wurde zur Konservierung entfernt, die beiden Hälften wurden übereinandergeschoben und während des Davis-Cups werden sie hinter einem Vorhang versteckt.

Zuschauer-Rekord möglich

Bei Fussballspielen bietet das Stadion Platz für 50'186 Zuschauer. Die offizielle Kapazität für das Tennisspektakel wird mit rund 27'000 Plätzen angegeben, allerdings wird von lokalen Quellen vermutet, dass es sogar einen Davis-Cup-Zuschauer-Rekord geben könnte. Der bisherige datiert aus dem Jahr 2004, als in Sevilla 27'200 Zuschauer den Sieg von Spanien über die USA mitverfolgten. (rst/jge)

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