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Spanien nach weiterer Nadal-Gala im Final

Rafael Nadal hat auf die US-Open-Finalniederlage gegen Novak Djokovic in bestmöglicher Weise reagiert. Djokovic dagegen musste gegen Argentinien aufgeben.

Liess seinem Gegner Jo-Wilfried Tsonga keine Chance: Spaniens Rafael Nadal im Davis-Cup-Halbfinal.
Liess seinem Gegner Jo-Wilfried Tsonga keine Chance: Spaniens Rafael Nadal im Davis-Cup-Halbfinal.

Spanien und Argentinien stehen sich im Dezember im Final des Davis Cups gegenüber. Die Iberer setzten sich mit einem überzeugenden Rafael Nadal gegen Frankreich 4:1 durch, Serbien verlor nach der Aufgabe von Novak Djokovic das Heimspiel gegen Argentinien 2:3.

Djokovic versuchte das Ruder für Serbien noch einmal herumzureissen, doch am Ende musste der Weltranglistenerste unter Tränen verletzt die Segel streichen. Im vierten Halbfinal-Spiel unterlag er dem Argentinier Juan Martin Del Potro nach Aufgabe beim Stand von 6:7 (5:7) und 0:3, ging mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden und begrub damit die Hoffnung der Serben auf die erfolgreiche Titelverteidigung. Djokovic soll an einer Rückenverletzung leiden, die nun wieder aufgebrochen ist. Bereits nach dem ersten Satz hatte sich der Serbe behandeln lassen.

Djokovic, der eigentlich wegen körperlicher Erschöpfung nicht im Halbfinal antreten wollte, war kurzfristig für Viktor Troicki eingesprungen, um Serbien die Chancen auf den Finaleinzug zu wahren. Im vergangenen Jahr hatte Djokovic für sein Land die prestigeträchtige Mannschaftstrophäe zum ersten Mal gewonnen. Argentinien bejubelt dagegen die erste Finalteilnahme seit 2008 und trifft im Endspiel wie vor drei Jahren auf Spanien (1:3). Die Spanier haben Heimrecht.

Nadal gnadenlos

Rafael Nadal reagierte auf die US-Open-Finalniederlage gegen Djokovic in bestmöglicher Weise. Der Weltranglisten-Zweite hatte mit zwei Einzelsiegen gegen Frankreich grossen Anteil am Finaleinzug von Spaniens Davis-Cup-Team. Man kann sich kaum einen idealeren Austragungsort für eine Sandplatz-Demonstration von Rafael Nadal vorstellen als eine Stierkampfarena. Zwei Tage nach der Demontage von Richard Gasquet (6:0, 6:3, 6:1) war diesmal Jo-Wilfried Tsonga in der Rolle des chancenlosen Opfers. Nur gerade sechs Games gewann der Bezwinger von Roger Federer in Wimbledon und Montreal, Nadal siegte in 137 Minuten 6:0, 6:2, 6:4. Vor allem von der Grundlinie aus war Tsonga praktisch chancenlos.

Nadal hat damit in den beiden Partien gegen Top-15-Spieler nur 10 Games abgegeben und auch David Ferrer war gegen Gilles Simon weit von einem Satzverlust entfernt. Dass das Linkshänderdoppel Feliciano Lopez/Fernando Verdasco gegen Michael Llodra/Tsonga nur drei Games gewonnen hatte, können die Iberer angesichts der Dominanz in den Singles problemlos verkraften. Die Spanier bestreiten damit Anfang Dezember den dritten Final in den letzten vier Jahren.

si/ot

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