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Thiems zäher Aufstieg in den Tennis-Olymp

Der Österreicher fordert im Paris-Final (Sonntag, ab 15 Uhr) wie 2018 Dominator Rafael Nadal. Seitdem ist Einschneidendes passiert: Er hat sich von Förderer Günter Bresnik losgesagt.

Erleichterung nach dem gewonnenen Kampf: Dominic Thiem zieht gegen Novak Djokovic in den French-Open-Final ein.
Erleichterung nach dem gewonnenen Kampf: Dominic Thiem zieht gegen Novak Djokovic in den French-Open-Final ein.
Christophe Ena, Keystone

Ein österreichischer Reporter scherzte zu Dominic Thiem: «Was würde jetzt wohl Whoopi Goldberg sagen, wenn sie das ­gesehen hätte?» Wie er Novak Djokovic niedergerungen hatte in einem mehrmals unterbrochenen, nervenaufreibenden Kampf, der sich über fünf Sätze und zwei Tage erstreckt hatte.

Die Schauspielerin («Sister Act») hatte in einer US-Talkshow gepoltert, es sei eine Ungeheuerlichkeit, dass sich einer wie Thiem, den niemand kenne, erdreistet habe, «Königin» Serena Williams zu kritisieren. Dies, weil er in der ersten Turnierwoche den Presseraum unverzüglich für sie hatte räumen müssen, da sie nach ihrer Niederlage keine Lust gehabt ­hatte zu warten. Damals zürnte Thiem, nun schmunzelte er. «Es wurde mir in diesen zwei Wochen in Paris zumindest nicht langweilig», sagte er. «Im Nachhinein ist das eine lustige Geschichte. Und vielleicht wusste die Frau Williams ja wirklich nichts davon, dass ich da noch in diesem Raum sass.»

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