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Verlockende Davis-Cup-Perspektiven mit Federer

Die Reise des Baselbieters zum Davis-Cup in Serbien überrascht. Und sie ist auch eine Ehrerbietung Roger Federers an Stanislas Wawrinka.

Willkommen zurück: Die Schweiz darf gegen Serbien auf einen besseren Erstrundenauftritt hoffen als 2012 gegen die USA. Damals verlor die Schweiz trotz Roger Federer und Stanislas Wawrinka 0:5.
Willkommen zurück: Die Schweiz darf gegen Serbien auf einen besseren Erstrundenauftritt hoffen als 2012 gegen die USA. Damals verlor die Schweiz trotz Roger Federer und Stanislas Wawrinka 0:5.
Keystone

Die Meldung sickerte gestern am späten Nachmittag durch, und das Leck lag offenbar beim Internationalen Tennis Verband. Dort freut man sich fast so sehr wie in der Schweizer Tennisszene, dass sich Roger Federer in letzter Minute doch noch dazu entschlossen hat, den Achtelfinal in Novi Sad gegen Serbien zu bestreiten. Denn mit seiner Rückkehr in diesen Wettbewerb, den er zuletzt oft verschmähte, steigt dessen gesamter Stellenwert.

Vor allem aber darf sich die Schweiz freuen: Mit ihm und Wawrinka startet das Team als klarer Favorit gegen eine Mannschaft, bei der Novak Djokovic fehlt (er fuhr diese Woche in Serbien Ski), Viktor Troicki gesperrt und Janko Tipsarevic verletzt ist. Und der Blick voraus ist verlockend: In einem Viertelfinal – es wäre der erste seit zehn Jahren – wäre die Schweiz je nach Besetzung ebenfalls favorisiert, entweder gegen Belgien auswärts oder Kasachstan zu Hause. Seit heute wird das kleine Alpenland – vielleicht etwas vorschnell – als einer der Favoriten auf die diesjährige Salatschüssel gehandelt.

Nicht vor Negativresultaten gefeit

Federer holte Australian-Open-Sieger Wawrinka gestern in Genf ab, gemeinsam flogen sie nach Serbien. So darf man den Spätestentscheid denn auch interpretieren: Als Ehrerbietung an Stanislas Wawrinka und, ebenso sehr, an Severin Lüthi, seinen Coach und Davis-Cup-Captain, der für den Final wegen Wawrinka noch in Melbourne geblieben war, trotz der anstehenden Serbien-Reise.

Wie aussergewöhnlich Federers Teilnahme ist, zeigt die Tatsache, dass er seit 2005 nur einen einzigen Achtelfinal in der Weltgruppe bestritten hat. Der ging allerdings 2012 gegen die USA in Freiburg 0:5 verloren. Was zeigt, dass auch die bestbesetzte Schweizer Mannschaft nicht vor Negativresultaten gefeit ist.

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