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Wawrinka: «Ja, ich war krank»

Auch der Romand war im verlorenen US-Open-Viertelfinal gegen Daniil Medwedew nicht fit. Trotzdem trauerte er seinen Chancen nach.

Stan Wawrinka scheidet am US Open gegen Daniil Medwedew (ATP 5) in vier Sätzen aus.
Stan Wawrinka scheidet am US Open gegen Daniil Medwedew (ATP 5) in vier Sätzen aus.
Keystone
Knackpunkt ist der erste Satz: Wawrinka kämpft sich nach einem Break zurück, rettet sich ins Tiebreak, hat dort sogar Satzball und verliert dann doch den Durchgang.
Knackpunkt ist der erste Satz: Wawrinka kämpft sich nach einem Break zurück, rettet sich ins Tiebreak, hat dort sogar Satzball und verliert dann doch den Durchgang.
Keystone
Trotz der Niederlage kann Wawrinka auf ein erfolgreiches US Open zurückblicken. In Erinnerung bleibt sein Sieg über Novak Djokovic im Achtelfinal.
Trotz der Niederlage kann Wawrinka auf ein erfolgreiches US Open zurückblicken. In Erinnerung bleibt sein Sieg über Novak Djokovic im Achtelfinal.
Keystone
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Stan Wawrinka eilte nach seinem Aus gegen Daniil Medwedew gleich in die Pressekonferenz, um sie so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Er schwitzte immer noch nach, war sichtlich enttäuscht: «Es ist mehr so, dass ich den Match verloren habe, als dass er ihn gewonnen hat.»

Natürlich kam er auf seinen verpassten Satzball im Tiebreak des ersten Durchgangs zu sprechen. «Den darf ich nie verschlagen», sagte er kopfschüttelnd. «Wenn ich den ersten Satz gewonnen hätte, hätte das viel verändert. Dann hätte mich das entspannt, hätte ich wahrscheinlich besser zu spielen begonnen. Und er wäre mehr unter Druck geraten.»

«95 Prozent haben irgendetwas»

Die US-Reporter fokussierten sich in ihren Fragen vor allem darauf, wie sehr ihn die offensichtlichen Probleme von Medwedew aus dem Konzept gebracht hätten. «Mir war egal, was er machte», sagte Wawrinka. «Medwedew sagte schon in den vorigen beiden Matches, er könne kaum spielen. Aber dann gewinnt er trotzdem immer. Und je länger der Match dauert, desto besser spielt er. Gewisse Spieler zeigen, wenn sie Schmerzen haben. Andere verstecken es. 95 Prozent der Spieler haben irgendetwas.»

Auf Französisch bestätigte Wawrinka dann, was seit dem Djokovic-Match durchgesickert war: «Ja, ich war krank.» Er hatte sich in den letzten Tagen gar nicht gut gefühlt, war im Bett gelegen. «Ich habe heute damit gespielt, was ich hatte», sagte er. «Mit solchen Dingen umzugehen, ist Teil des Jobs. Leider fehlte mir in allen Bereichen etwas. Ich konnte nicht die nötige Intensität erzeugen, die Beinarbeit war zu wenig gut.»

Medwedews Selbstvertrauen

Kam dazu, dass er mit den flachen Bällen von Medwedew gar nicht zurechtkam: «Er hat ein spezielles Spiel, gibt dir nicht viel Rhythmus. Es ist sehr schwierig, gegen ihn den richtigen Ball zu finden, um zu attackieren.» Aber Medwedew habe es gut gemacht. Nach seinen vielen Siegen in den vergangenen Wochen habe er eben so viel Selbstvertrauen geschöpft, um auch solch schwierige Matches zu gewinnen.

Nach dem US Open kehrt Wawrinka in die Top 20 zurück. Für ihn ein schwacher Trost. «Das reicht mir nicht», sagt er. «Und momentan bin ich vor allem frustriert.» Dann machte er sich davon. Er wird einige Tage brauchen, um wieder gesund zu sein. Und wahrscheinlich noch etwas länger, um diese Niederlage zu verdauen.

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