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Wawrinka scheidet in Basel aus

Stan Wawrinka scheitert bei den Swiss Indoors im Viertelfinal an Mischa Zverev in drei Sätzen 2:6, 7:5, 1:6.

nos
Ende der Titelträume in Basel: Stan Wawrinka scheidet aus. (Video: Tamedia/Reuters)

Nach zwei hart erkämpften Siegen gegen Marco Chiudinelli und Donald Young fand Wawrinka gegen den formstarken Zverev kein dauerhaftes Rezept. Wawrinkas Nerven wurden gegen den 29-jährigen Linkshänder schon im ersten Game auf die Probe gestellt. Der US-Open-Sieger ärgerte sich über das sofort kassierte Break dermassen, dass er sich davon nur langsam erholte. Im ersten Satz blieb er gegen den stark aufspielenden Zverev chancenlos. Danach lief es dem Einheimischen zwar zwischenzeitlich besser, weil er gegen das Serve-and-Volley-Spiel von Zverev deutlich aggressiver vorging. Doch zum Happy-End reichte es nicht.

Aus und vorbei: Stan Wawrinka scheitert im Viertelfinal der Swiss Indoors an Mischa Zverev.
Aus und vorbei: Stan Wawrinka scheitert im Viertelfinal der Swiss Indoors an Mischa Zverev.
Kurt Schorrer, Keystone
Der Deutsche Mischa Zverev spielt vor allem im ersten Satz beinahe fehlerfrei und verschlechtert damit den Gemütszustand des dreifachen Grand-Slam-Champions zusätzlich.
Der Deutsche Mischa Zverev spielt vor allem im ersten Satz beinahe fehlerfrei und verschlechtert damit den Gemütszustand des dreifachen Grand-Slam-Champions zusätzlich.
Harold Cunningham/Getty Images
Schrecksekunde: Stan Wawrinka knickt ein und fällt zu Boden. Der Westschweizer steht allerdings unverletzt wieder auf und gewinnt den zweiten Durchgang. Nach einer verpassten Chance zum frühen Break im dritten Satz bricht die Leistung des Romands jedoch völlig ein.
Schrecksekunde: Stan Wawrinka knickt ein und fällt zu Boden. Der Westschweizer steht allerdings unverletzt wieder auf und gewinnt den zweiten Durchgang. Nach einer verpassten Chance zum frühen Break im dritten Satz bricht die Leistung des Romands jedoch völlig ein.
Alexandra Wey, Keystone
Das Racket des US-Open-Champion bekommt dessen Frust zu spüren, wird mit voller Wucht zu Boden geschmettert und anschliessend sorgfältig zusammengefaltet.
Das Racket des US-Open-Champion bekommt dessen Frust zu spüren, wird mit voller Wucht zu Boden geschmettert und anschliessend sorgfältig zusammengefaltet.
Alexandra Wey, Keystone
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Mehrheitlich gab Zverev klar den Ton an. Der in Moskau geborene ältere Bruder von Alexander Zverev zeigte gegen Wawrinka eindrücklich, weshalb er in den letzten fünf Wochen dreimal in einem Viertelfinal war und selbst Novak Djokovic an den Rand einer Niederlage gebracht hatte. Er spielte offensiv, griff vor allem die zweiten Aufschläge des US-Open-Siegers konsequent an und zog sein Serve-and-Volley-Spiel intelligent durch.

Verpasste Breakchancen

Wawrinka kam erst Mitte des zweiten Satzes zu seinen ersten Breakchancen. Er ging 5:3 in Führung, musste den Deutschen wieder auf 5:5 heranlassen und schaffte schliesslich mit dem zweiten Servicedurchbruch den Satzausgleich. Die Zuschauer in der St. Jakobshalle jubelten wie noch nie seit Anfang Woche. Und beinahe wäre der Lausanner auf der Welle der Euphorie zum Sieg getragen worden. Er besass zum Auftakt des dritten Satzes eine Möglichkeit auf 2:0 davonzuziehen. Es sollte die letzte Chance von Wawrinka gewesen sein. Zverev übernahm danach wieder das Zepter, als hätte es die Stärkephase des dreifache Grand-Slam-Turniersiegers nicht gegeben.

Wawrinka verpasste damit die dritte Halbfinal-Teilnahme bei den Swiss Indoors nach 2006 und 2011. Mischa Zverev, der sich in Basel zum zehnten Mal in diesem Jahr über die Qualifikation in ein Hauptfeld spielte, tritt am Samstag gegen Marin Cilic (ATP 12) oder Marcel Granollers (ATP 39) an, die sich am späten Freitagabend gegenüberstanden. Der Deutsche spielt dann um den Einzug in seinen zweiten ATP-Final der Karriere nach jenem 2010 in Metz (Niederlage gegen Gilles Simon). (sda)

(SDA)

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