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Williams' verspäteter Siegestanz

Serena Williams kommt auf dem Weg zu ihrem 6. Triumph in Wimbledon geistig ganz schön durcheinander.

Wild entschlossen zum Sieg: Serena Williams schliesst nun mit 21 Grand-Slam-Titels zu Steffi Graf auf.
Wild entschlossen zum Sieg: Serena Williams schliesst nun mit 21 Grand-Slam-Titels zu Steffi Graf auf.
Keystone
Gut gestartet, stark abgebaut: Garbiñe Muguruza konnte ihr Niveau nicht halten.
Gut gestartet, stark abgebaut: Garbiñe Muguruza konnte ihr Niveau nicht halten.
Keystone
Grosse Bühne: Der Centre Court war natürlich bis auf den letzten Platz gefüllt.
Grosse Bühne: Der Centre Court war natürlich bis auf den letzten Platz gefüllt.
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Für Serena Williams begann ihr achter Wimbledon-Final denkbar schlecht. Die klar favorisierte US-Amerikanerin beging im ersten Game drei Doppelfehler und schenkte Garbiñe Muguruza so regelrecht das Break. Nachdem sie beim Stand von 2:3 zwei Chancen zum Rebreak ausgelassen hatte, konnte sie die Scharte im siebten Spiel des Startdurchgangs auswetzen. Im Anschluss an einen äusserst glücklichen Return unterlief Muguruza ein ebenso ärgerlicher Patzer.

Als sie 4:5 zurücklag, leistete sich die Spanierin einen Doppelfehler. Statt 40:30 hiess es 30:40 und Satzball Williams. Die Nummer 1 liess sich nicht zweimal bitten und buchte mit einer krachenden Vorhand das 6:4.

Im zweiten Satz gelang Muguruza zunächst fast gar nichts mehr. Williams breakte die Aussenseiterin zum 3:1 und 5:1, gab dann aber ihren Service zu null ab. Als sie beim Stand von 5:3 zum zweiten Mal zum Titelgewinn servierte, geriet sie 0:40 ins Hintertreffen, wehrte vier Breakbälle ab und musste den Aufschlag schliesslich doch abgeben.

Ein glücklicher Netzroller zum 0:30 lenkte das Spiel für Williams im folgenden Game doch noch in die gewünschten Bahnen. Mit einem weiteren Break holte sie ihren 21. Major-Titel. Doch als sie gleich den ersten Matchball gegen Muguruza verwertete, war ihr das gar nicht bewusst. Gedanklich war sie schon beim nächsten Game, dabei stand es bereits zum zweiten Mal 6:4. «Ich war so damit beschäftigt, die Aufholjagd von Garbiñe unterbinden, dass ich gar nicht realisierte, dass der Match schon vorbei war», sagte Williams nach ihrem sechsten Triumph in Wimbledon.

Umso ausgefallener war dann ihr Tänzchen nach dem Handshake, eine kleine Pirouette und eine Salve Küsschen liessen den Applaus auf dem Centre Court noch lauter werden. Im Alter von 33 Jahren und 289 Tagen belohnte sich Williams zusätlich mit einem Rekord. Sie löste Martina Navratilova als älteste Major-Siegerin der Open Era ab. Zur Bestmarke von Steffi Graf (22 Titel) fehlt der US-Spielerin noch ein Sieg an einem der vier wichtigsten Turniere der WTA-Tour. Hintereinander ist Williams nun in Wimbledon, Roland-Garros, in Melbourne und 2014 am US Open ungeschlagen geblieben.

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