Valentin Stocker: «Ich bin komplett uneitel»

Valentin Stocker wurde zum Nachfolger von Marek Suchy und somit zum neuen Captain des FCBs ernannt. Damit ging für ihn ein Wunsch in Erfüllung. Als etwas Besseres fühlt er sich jedoch nicht.

Für Valentin Stocker ist es das i-Tüpfelchen seiner Karriere, dass er die Kapitänsbinde seines Herzensvereins tragen darf.

Für Valentin Stocker ist es das i-Tüpfelchen seiner Karriere, dass er die Kapitänsbinde seines Herzensvereins tragen darf.

Valentin Stocker, wie haben Sie Ihre Ernennung zum neuen FCB-Captain miterlebt? Natürlich ist die Freude riesig. Für meine Karriere ist es das i-Tüpfelchen, dass ich bei meinem Herzensverein Captain werde. Wenn ich auf meine Karriere zurückblicke und darüber nachdenke, welche Captains ich in Basel alle erlebt habe – Ivan Ergic, Franco Costanzo, Marco Streller. Es ehrt mich, auch ein Teil dieser Geschichte zu sein.

Womit haben Sie sich die Binde Ihrer Meinung nach verdient? Ich denke, mein Leistungsausweis für den Club ist nicht der schlechteste (schmunzelt).

Wann haben Sie von Ihrer Ernennung erfahren? Ich hatte schon vor Monaten einige gute Gespräche mit Trainer Marcel Koller. Aber ich bin nicht in die Ferien gegangen und habe gedacht: Wow. Ich hatte im Hinterkopf, dass da die Chance besteht. Und in den letzten Tagen hat sich dann herauskristallisiert, dass es darauf hinauslaufen könnte.

Sie mussten also nicht lange überlegen? Nein, überhaupt nicht. Aber für mich ist es auch nicht so, dass ich jetzt das Gefühl habe, etwas Besseres zu sein, nur weil ich Captain bin.

Werden Sie sich in der Kabine jetzt anders verhalten? Nein. Ich glaube aber auch nicht, dass ich etwas anders machen muss. Meine Vorstellung war schon immer, dass ich meinen Mitspielern helfen will, so wie mir damals geholfen worden ist. Das habe ich aber auch schon in den letzten anderthalb Jahren probiert. Ich bin ein Freund von flachen Hierarchien. Es ist mein Wunsch, dass auch ein junger Spieler zu mir kommt und sagt, wenn er ein Problem hat. Das ist wichtig für die spätere Entwicklung. Da ist dann auch egal, ob man 18 oder 35 ist.

Aber ein paar neue Aufgaben haben Sie schon? Nicht viele. Aber klar, wenn es darum geht, gewisse Informationen in die Mannschaft zu tragen. Wenn es zum Beispiel darum geht, was wir zum Eisstockschiessen am Abend anziehen (lacht).

Wird sich Ihre Rolle auf dem Rasen verändern? Haben Sie in den Gesprächen mit dem Trainer auch darüber gesprochen? Nein, aber das ist mir auch gar nicht so wichtig. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich von jetzt an unangefochten bin und nie mehr ausgewechselt werde. Wir hatte auch im Winter schon die Diskussion mit dem Trainer. Er hat mir offen und ehrlich gesagt, dass er für die nächsten Spiele mit Kevin Bua plant. Da habe ich gesagt: Okay, aber ich bin da, wenn ich gebraucht werde. Was das angeht, bin ich komplett uneitel. Ich finde es sogar richtig, junge und talentierte zu Spieler fördern, die mich dann eines Tages ablösen.

Während Sie Captain sind, ist Fabian Frei nicht mal einer Ihrer Assistenten. Haben Sie mit ihm darüber gesprochen? Ich denke, dass alles in Ordnung ist. Noch mal: Es ist schlussendlich egal, wer die Binde am Arm hat. Verantwortung kann jeder Spieler übernehmen.

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