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Warum der BSV plötzlich gewinnt

Der BSV Bern hat aus dem Tief gefunden – weil Schlüsselspieler wieder in Form gekommen sind.

Der Deutsche Matthias Gerlich erzielt seine Treffer wieder regelmässig.
Der Deutsche Matthias Gerlich erzielt seine Treffer wieder regelmässig.
Markus Grunder

Am 16. November trat der BSV Bern auswärts beim Aufsteiger Endingen an und musste unbedingt gewinnen, um nicht in eine veritable Krise zu geraten. Die Berner holten die zwei Punkte und gaben seither in der Meisterschaft keine Zähler mehr ab. Zuvor nur gegen die Aargauer und den RTV Basel, die beiden schwächsten Teams der Liga, siegreich, bezwangen sie hintereinander Wacker Thun (auswärts), Suhr Aarau (zu Hause) und St.Otmar St.Gallen (auswärts). Folgende Gründe haben zum Aufschwung geführt.

Weniger Verletzte: Seit dem zweiten Spieltag wurde der BSV mit verletzungsbedingten Ausfällen von Leistungsträgern konfrontiert. Es gab Spiele, für die die Absenzenliste fünf oder gar sechs Namen umfasste. Nur sechs Spieler (Simon Getzmann, Edin Tatar, Ante Kaleb, Nico Eggimann, Marco Strahm, Sebastian Schneeberger) konnten alle Partien bestreiten. Mittlerweile fehlen mit Michael Kusio, Lucas Rohr und Samuel Weingartner nur noch drei Akteure.

Ausländer wieder in Form: Torhüter Edin Tatar sollte viele Bälle abwehren, Rückraumschütze Matthias Gerlich oft das Spielgerät im gegnerischen Gehäuse unterbringen. Beide taten dies zeitweise auf Sparflamme. Bei Gerlich lag dies daran, dass auch er im September pausieren musste. Mittlerweile sind beide wieder gut in Form. Kann sich der BSV auf seinen Torhüter verlassen und erzielt der Deutsche seine Treffer regelmässig, wird vieles einfacher.

Spinolas erfolgreiche Rückkehr: Pedro Spinola, immerhin 36 Jahre alt, bangte nach seinem im November 2018 erlittenen Achillessehnenriss um die Fortsetzung seiner Karriere. Er schaffte die Rückkehr aufs Spielfeld und ist bereits wieder zu einem wichtigen Leistungsträger geworden. Der Portugiese verkraftet auch höhere Einsatzzeiten, als eigentlich geplant war. Er muss mehr auf dem Feld stehen, weil mit Kusio der andere rechte Rückraumspieler bis Ende Jahr fehlt.

Mehr Selbstvertrauen: Mit den zunehmenden Erfolgen ist auch das Selbstvertrauen bei den BSV-Akteuren wieder gewachsen. Der Ball läuft schneller durch die eigenen Reihen, die Spielzüge sind flüssiger und damit erfolgversprechender.

Heute Abend (19.45 Uhr) trifft der BSV Bern in der Gümliger Ballsporthalle auf Kriens-Luzern. Dieser Gegner ist ähnlich stark einzustufen wie St.Otmar. Mit einer Leistung wie am Sonntag ist auch ein Sieg gegen die Innerschweizer möglich. Es folgen vor Weihnachten noch das Auswärtsspiel beim RTV Basel und der Heimauftritt gegen GC Amicitia Zürich. Bleiben die Berner auf der Erfolgsspur, sind die ersten vier Ränge wieder in Reichweite. Vor einem Monat lag dies in weiter Ferne.

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