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Ambühl ist der neue Crossover-Champion

Beim diesjährigen Freestyle.ch mussten die Schweizer den ausländischen Top-Stars die erste Flug-Reihe überlassen - bis auf Elias Ambühl. Der Bündner gewann die Crossover-Wertung.

Er hat gut lachen: Der Crossover-Champion Elias Ambühl.
Er hat gut lachen: Der Crossover-Champion Elias Ambühl.
Keystone

Nicht die gewünschte Hauptrolle spielte Iouri Podladtchikov. Der hoch dotierte Schweizer Freestyler profitierte vom Heimbonus erneut nicht. Der Stadtzürcher hatte den Cut der besten acht vor allem wegen missratener Landungen verpasst. Damit verlängerte sich seine Leidensgeschichte um weiteres Kapitel: Vor einem Jahr endete ein Sprung des TTR-Weltmeisters im Spital, 2010 scheiterte er im Halbfinal, ein Jahr zuvor hatte der Halfpipe-Spezialist das Podium um einen Rang verpasst.

Für die Spitzenklassierung sorgte am Tag nach dem Dauerregen, der das Programm erheblich beeinträchtigt hatte, aus Schweizer Sicht Pat Burgener. Der Halfpipe-Hoffnungsträger demonstrierte seine Klasse auch auf dem gigantischen Kicker. Nur der US-Boy Chas Guldemond erhielt bessere Noten als der jugendliche Romand.

Crossover-Champion Ambühl

Frühzeitig verabschiedete sich vor mehreren Tausend Zuschauern auch Elias Ambühl. Der gegenwärtig international bekannteste und am besten vermarktete Schweizer Freeski-Professional erfüllte die Erwartungen auf dem 32 m hohen Big Air als Elfter in seiner Kategorie zunächst nicht.

Show-Time bot Ambühl seinen Anhängern in der Spätschicht aber dennoch. Der Bündner setzte sich im Retro-Look in der Crossover-Session mit einem hochriskanten Sprung gegen die Herausforderer aus der Boarder-Szene durch – das Publikum goutierte seinen verwegenen Stil am meisten.

«Skifahren ist der grösste Spass der Welt.» Henrik Harlaut übertreibt nicht. Den Nachweis erbrachte der 21-Jährige in Zürich erneut. Wie 2010 war die Nummer 1 der schwedischen Freeski-Szene nicht zu schlagen. Nur der 17-jährige Zürcher Oberländer Kai Mahler bewegte sich auf ähnlichem Niveau.

FMX-Stars und Mountainbiker pausierten

Derweil die Schneesportler die jugendlichen Fans mit ihren Tricks entzückten, hob die übrige Flotte der internationalen Freestyle-Stars erst mit Verzögerung ab. Vor über 15'000 Fans drehten die FMX-Rider Flips und berührten ihre Cross-Maschinen teils nur noch mit den Fingerspitzen.

Die Organisatoren berücksichtigten beim Bau des Sprung-Parks auch die Nähe zum Publikum. Die Besucher konnten die beeindruckenden Artisten des 3-Millionen-Events hautnah verfolgen. Einer überflog sie alle meterhoch: Dany Torres, der spanische FMX-Spezialist.

Die Resultate:

Snowboard. Big Air: 1. Chas Guldemond (USA) 86,50. 2. Antoine Truchon (Ka) 79,25. 3. Pat Burgener (Sz) 53,00. 4. Stale Sandbech (No) 16,25. - In der Qualifikation ausgeschieden: 11. Iouri Podladtchikov (Sz). 15. Christian Haller (Sz)

Freeski. Big Air. Final: 1. Henrik Harlaut (Sd) 95,75. 2. Kai Mahler (Sz) 95,50. 3. Philip Casabon (Ka) 91,25. 4. Tom Wallisch (USA) 81,75. - In der Qualifikation ausgeschieden: 10. Jonas Hunziker (Sz). 11. Elias Ambühl (Sz).

Mountainbike (Kicker-Parcours). 1. Martin Söderström (Sd) 92,75. 2. Anton Thelander (Sd) 90,25. 3. Thomas Genon (Be) 84. 4. Linus Sjöholm (Sd) 81,50. - In der Qualifikation ausgeschieden: 12. Ramon Hunziker (Sz).

FMX (2 Schanzen). 1. Dany Torres (Sp) 93,75. 2. Pedro Moreno (Sp) 91. 3. Daisuke Suzuki (Jap) 90. 4. Nick Franklin (Neus) 88,25.

Crossover (Snowboard/Freeski). Final (Publikumswahl): 1. Ambühl.

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