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Sempach: Auf das Ausrufezeichen folgt der Ausfall

Schwingerkönig Matthias Sempach bezwingt zum Auftakt am «Kantonalen» Ausnahmetalent Samuel Giger. Er verletzt sich später, gibt aber sogleich sanfte Entwarnung.

Reto Kirchhofer
Banger Moment: Matthias Sempach verletzt sich im zweiten Gang.
Banger Moment: Matthias Sempach verletzt sich im zweiten Gang.
Andreas Blatter

Das Knie ist die Achillesferse der Schwinger. Enorme Kräfte wirken auf Gelenk und Bänder. Die Diagnose Kreuzbandriss hat schon manchen Schwinger ereilt – verbunden mit dem Saison­ende. Matthias Sempach hatte mit seinen Knien noch nie gravierende Probleme. «Ich wurde in meiner Karriere von Knieverletzungen verschont und klopfe auf Holz», sagt Sempach.

Es ist kurz vor dem Mittag, der Schwingerkönig bereits geduscht. Er musste den dritten Gang abbrechen und für den Rest des «Berner Kantonalen» Forfait erklären. Im Kampf hängte er bei Gegner Curdin Orlik ein, Sempach fiel ins Sägemehl und fühlte sofort einen Zwick. «Seither verspüre ich Schmerzen in der Kniekehle.»

Zuletzt musste der 31 Jahre alte Alchenstorfer wegen einer Muskelzerrung pausieren. Zum neuerlichen Ausfall sagt er: «Wäre dies das Unspunnenfest, hätte ich wohl weitergeschwungen. Aber ich möchte kein Risiko eingehen» – eben gerade im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt Ende August in Interlaken. Und: «Ich hoffe, es ist nichts Gravierendes.»

Wohl muskuläre Verletzung

Mit Sempach hofft das ganze Berner Team. Die Absenz des Spitzenschwingers wäre für die Equipe von Peter Schmutz eine wesentliche Schwächung – im Hinblick auf den Brünig, vor allem aber mit Fokus aufs Unspunnen. Schliesslich fällt mit Mat­thias Glarner bereits ein Schwingerkönig aus. Zwar steht die ärztliche Diagnose noch aus, doch Sempach zeigt sich immerhin vorsichtig optimistisch: «Es fühlt sich wie eine muskuläre Verletzung an. Vom Gefühl her werde ich wohl um die zwei Wochen pausieren müssen.»

Wegen der Verletzung wurde am Ende kaum noch über Sempachs Duell mit Samuel Giger gesprochen, welches im Vorfeld viel Sägemehl aufgewirbelt hatte. Der Thurgauer (19) war mit der Saisonbilanz von drei Kranzfestsiegen ohne Niederlage nach Affoltern gereist. Er griff forsch an, wurde von Sempach aber spektakulär gebodigt. «Giger schwingt offensiv, sucht die Entscheidung. Ich habe abgewartet, reagiert – es wäre ein guter Auftakt gewesen», sagt Sempach. Giger sicherte sich am Ende den Kranz, nachdem er im dritten Gang gegen Fritz Ramseier gestellt hatte.

Überraschungsmann Ramseier beendete das Fest dank des Siegs über den Innerschweizer «Eidgenossen» Erich Fankhauser gar im zweiten Rang. Für einen weiteren Gast endete das Fest wie für Sempach vorzeitig: Mike Müllestein verletzte sich im Anschwingen . . . am Knie (Innenband).

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