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Auf höchstem Niveau

Höchstetten hat das Spitzenspiel gegen Wäseli mit 41 Punkten Differenz für sich entschieden. Stefan Studer ist nach einer langen Verletzungspause wieder an der Spitze angekommen.

Wieder in Topform: Stefan Studer zeigte im Spitzenspiel eine überragende Leistung.
Wieder in Topform: Stefan Studer zeigte im Spitzenspiel eine überragende Leistung.
Marcel Bieri

Weniger als ein Viertel der Nousse flog im zweiten Umgang überhaupt in eine Zone, in der abgetan werden musste. Beim Rest der Höchstetter Streiche konnten die Hornusser von Wäseli nur zuschauen, wie der Nouss irgendwo hinter dem Spielfeld landete.

Es war Hornussen auf höchstem Niveau, das bei der Begegnung der beiden stärksten Teams der Szene geboten wurde. Höchstetten wies am Ende 1571 Punkte auf. Wäseli 1530. Zahlen, von denen mehr als die Hälfte der NLA-Mannschaften nur träumen kann. Und der Titelverteidiger aus dem oberaargauisch-emmentalischen Grenzgebiet hatte wieder einmal gezeigt, dass er auch in dieser Saison der erste Anwärter auf den Gewinn der Meisterschaft ist.

Hart gearbeitet

Eine herausragende Leistung zeigte Stefan Studer. Der 33-Jährige ist als kantonaler Kranzgewinner auch ein sehr guter Schwinger. In dieser Sportart hatte er sich vor der Saison 2017 beim Training einen Kreuzbandriss zugezogen. Im Herbst durfte Studer wieder mit dem Hornussen beginnen; er absolvierte die Feste mit der B-Mannschaft. Und er ist jetzt wieder da, als wäre er nie weg gewesen. Der Utzenstorfer stellte mit 106 Punkten eine Marke auf, die selten erreicht wird.

«Es ist sehr schön, dass ich wieder auf diesem Niveau hornussen kann», sagt Studer. «Das Knie ist stabil, alles hält.» Der Spitzenschläger hat sowohl im körperlichen wie auch im mentalen Bereich hart gearbeitet, um wieder sein früheres Niveau erreichen zu können. «Ich habe den Bewegungsablauf immer wieder visualisiert», schildert er eine der Methoden, die er angewandt hat.

In dieser Verfassung ist Studer ein Kandidat für den Gewinn der Einzelschlägerwertung am eidgenössischen Fest 2018, das im August in Walkringen über die Bühne geht. «Hornussen ist ein Teamsport, in erster Linie wollen wir wieder Meister werden und den Titel am ‹Eidgenössischen› verteidigen», wehrt er Nachfragen diesbezüglich ab. «Der individuelle Erfolg kommt erst an zweiter Stelle.»

Nicht aufgeben

«Ich mag Stefan den Erfolg gönnen. Er macht auch viel dafür», zollte Wäselis neuer Spielführer Urs Bieri der Leistung des 33-Jährigen seine Anerkennung. Sein Team hatte eine gute Leistung gezeigt, aber der Gegner war eben noch eine Spur stärker. «Wenn wir Höchstetten schlagen wollen, dann muss bei uns alles aufgehen», sagt Bieri.

Erst ein Drittel der Meisterschaft ist gespielt. Dennoch könnte der Ausgang des Spitzenspiels bereits für die Meisterschaft vorentscheidend sein. Wenn Wäseli Höchstetten nicht nach Schlagpunkten bezwingen kann, schafft dies wohl auch kein anderes Team. «Wir geben nicht auf», sagt Bieri. «Wenn Höchstetten patzt und eine Nummer kassiert, wollen wir bereit sein und profitieren.» Wäseli organisiert zusammen mit Bigenthal-Walkringen das eidgenössische Fest. Kein Team dieser Gesellschaften wird selbst mitspielen. Ausser Wäseli A. «Weil wir Chancen auf den Festsieg haben, lässt man uns antreten», sagt Bieri.

Die beiden besten Teams der Szene werden somit auch in Walkringen die ersten Anwärter auf den grossen Triumph sein.

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