Bergkranzfest ohne Glarner und Sempach

Die beiden 32 Jahre alten Schwingerkönige Matthias Glarner und Matthias Sempach verzichten auf die Brünig-Teilnahme.

Matthias Sempach (links) und Matthias Glarner fühlen sich noch nicht bereit für das Bergkranzfest.

Reto Kirchhofer@rek_81

Wenig Platz, viel schwingerische Qualität und noch mehr Tradition – das ist der Brünigschwinget. Es handelt sich um das am tiefsten gelegene Bergkranzfest (1008 Meter über Meer), dafür hängen die Kränze umso höher.

Wer auf dem Brünig um Eichenlaub oder gar um den Sieg kämpfen will, der muss in bester Verfassung sein. Matthias Glarner und Matthias Sempach wissen Bescheid: Kein aktiver Schwinger besitzt mehr Brünig-Kränze in der Sammlung als Glarner (12), und Sempach vermochte 2011 und 2013 auf der Passhöhe gar zu reüssieren.

«Wenn du auf dem Brünig antrittst, musst du bereit sein – und das bin ich nicht», sagt Sempach. Der Schwingerkönig von 2013 laboriert an Nackenbeschwerden, welche in die linke Schulter ausstrahlen. «Ich bin zurzeit nicht fähig, meine Leistung zu bringen.»

Der Alchenstorfer (32) erlebt ein Jahr zum Vergessen: Im Spätfrühling hatte er einen Bandscheibenvorfall erlitten, und just bei seinem Comeback am «Innerschweizerischen» Anfang Juli zog er sich die Nackenblessur zu. «Was ich heuer erlebe, das ist nicht so lustig.» Sempach hofft, dank intensiver Therapie Mitte August beim Berner «Kantonalen» in Utzenstorf ins Sägemehl zurückkehren zu können.

Auch Glarner «nicht bereit»

Neben Sempach muss die Berner Equipe am Sonntag auf einen weiteren König verzichten: Matthias Glarner hat seine Teilnahme ebenfalls abgesagt. Der Meiringer (32) musste vor einem ­Monat beim Bergfest am Schwarzsee den Wettkampf wegen Fussbeschwerden abbrechen. Seither hat Glarner pausiert. «Die letzten Tests haben gezeigt, dass ich für die Herausforderung Brünig nicht bereit bin – und dass ich vor allem meine Erwartungen nicht würde erfüllen können.»

Der Schwingerkönig von 2016 will am 5. August beim Regionalfest auf der Engstlenalp wieder ins Sägemehl steigen und im Anschluss entscheiden, ob ein Einsatz am Berner «Kantonalen» Sinn ergibt.

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