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Bolts Demonstration gegen Powell

Usain Bolt setzte mit 9,79 Sekunden über 100 m das Highlight beim Diamond-League-Meeting in Oslo.

Der Superstar kam für einmal gut aus den Blöcken und durchmass die Paradestrecke der Leichtathletik bei leichtem Rückenwind zum neunten Mal in seiner Karriere unter 9,80 Sekunden. Mit seiner Endschnelligkeit schaffte er auf den letzten 30 Metern die Differenz zu Asafa Powell. «Das war ein guter Tag und ein gutes Rennen», sagte Bolt, der im Auslauf unbeabsichtigt mit der Ehrendame kollidierte, diese vor dem Sturz aber noch auffangen konnte. «Nun gilt der Fokus den Trials.» Bolt hält seit seinem Auftritt vor Wochenfrist in Rom mit 9,76 Sekunden die Jahresweltbestzeit. Damals hatte der Jamaikaner, der die Saison mit 9,82 in Kingston eröffnet hatte, seinen schwachen Auftritt von Ostrava (10,04) vergessen gemacht.

«Über alles gesehen kann ich zufrieden sein, zumal es im Training sehr gut läuft und ich verletzungsfrei bin», sagte Bolt. Ostrava habe ihm zwar etwas den Schlaf geraubt, gab er zu. Er sei in Tschechien wohl auch mental nicht bereit gewesen. Aber nun befände er sich im Hinblick auf London wieder auf Kurs, fügte der dreifache Olympiasieger und Weltrekordhalter hinzu.

Powell war wie schon im Rom der einzige namhafte Konkurrent von Bolt. Der Ex-Weltrekordhalter, der vor einem Monat in Doha 9,88 gelaufen war, lief in 9,85 Sekunden persönliche Saisonbestzeit. Die US-Stars liessen Oslo links liegen, auch weil die Bislett-Games 2012 in der Woche zwischen den US-Diamond-League-Meetings von Eugene (2. Juni) und New York (9. Juni) liegen. Am Samstag in New York kehrt Tyson Gay (29) auf die Bahn zurück. Die Nummer 2 der ewigen Bestenliste (9,69) tritt nach langwierigen Hüftproblemen in seinem ersten Rennen seit fast einem Jahr aber nicht gegen Asse wie den jamaikanischen Weltmeister Yohan Blake an, sondern startet in der B-Serie. Für Gay ist es der einzige Test vor den US-Trials (ab 21. Juni).

Fünf Jahresweltbestleistungen

Gleich zum Auftakt des Hauptprogramms lieferte der 400-m-Hürdenläufer Javier Culson aus Puerto Rico in 47,92 Sekunden die erste von fünf Jahresweltbestleistungen. Sally Pearson (Au) über 100 m Hürden in 12,49, Milcah Chemos (Ken) über 3000 m Steeple in 9:07,14, der Meilenläufer Asbel Kiprob (Ken/3:49,22) und der Speerwerfer Vitezlav Vesely (Tsch/88,11) erzielten die weiteren Bestmarken.

Bekele ohne Chance

Der Stern von Kenenisa Bekele ist weiter am Sinken. Über 5000 m hielt der zweifache Weltrekordhalter nicht mit den Besten mit und wurde in 13:00,41 Fünfter, unmittelbar hinter seinem Bruder Tariku. Im Diskuswerfen der Frauen gelang Kroatiens Europameisterin Sandra Perkovic, die in diesem Jahr nach einer Dopingsperre in die Arena zurückgekehrt war, mit 64,89 m der dritte Sieg in der Serie in der Königsklasse. Auch Chemos weist mit drei ersten Plätzen eine makellose Bilanz aus.

si

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