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BSV hat vieles richtig gemacht

Die Saisonbilanz des BSV Bern Muri fällt positiv aus. Trainer Aleksandar Stevic hat das Team auf ein höheres Niveau geführt. Luka Groff wird durch einen anderen Ausländer ersetzt.

Schlechter Abschluss einer guten Saison: Thomas Heer (BSV, links) wendet sich am Samstag in Thun enttäuscht ab. Wacker war im Playoff-Halbfinal zu stark.
Schlechter Abschluss einer guten Saison: Thomas Heer (BSV, links) wendet sich am Samstag in Thun enttäuscht ab. Wacker war im Playoff-Halbfinal zu stark.
Markus Grunder

Ende März 2017 verpflichtete der BSV Bern Muri den damals 35-jährigen Süddeutschen Aleksandar Stevic als neuen Trainer. Er war zuvor in der 2. Bundesliga tätig gewesen und hatte mit seinen Ideen die Vereinsverantwortlichen überzeugt. Stevic erwies sich als die richtige Wahl. «Er hat die Erwartungen erfüllt, wenn nicht übertroffen», sagt Daniel Weber, der Sportchef der Berner. Der junge Chefcoach führte das Team in seiner ersten Saison in den Cupfinal und den Playoff-Halbfinal.

Stevics Vertrag läuft noch ein Jahr. «Wir wollen länger mit ihm zusammen arbeiten», sagt Weber. Erste Gespräche bezüglich einer Vertragsverlängerung wurden bereits geführt. «Er hat neue Ideen ins Team gebracht und kann mit Spielern umgehen», lobt auch Captain Thomas Heer den Trainer.

Weber zieht grundsätzlich eine positive Saisonbilanz. «Die Mannschaft hat phasenweise sehr guten Handball gezeigt, die jungen Spieler haben sich weiterentwickelt», sagt der BSV-Sportchef. Der einzige Wermutstropfen: In entscheidenden Partien vermochten die Spieler ihr Leistungsvermögen nicht immer abzurufen. Der Cupfinal ging kurz vor Weihnachten gegen Pfadi Winterthur verloren. Den Playoff-Halbfinal gegen Wacker Thun beendeten die Berner mit 0:3 Siegen, das letzte Spiel verloren sie 24:38.

«Den Cupfinal gewinnen wir mit einer normalen Leistung», sagt Weber. Die jungen Akteure hätten in dieser Saison wertvolle Erfahrungen sammeln können, um im nächsten Jahr den nächsten Schritt Richtung Spitze machen zu können.

Groff nach Nancy

Dem Team in Zukunft nicht mehr angehören wird Luka Groff. Der slowenische Rückraumspieler wurde erst vor einem Jahr verpflichtet. Der gross gewachsene und kräftige Groff entwickelte sich im spielerischen und taktischen Bereich nicht wie erhofft. Er wechselt nach Nancy in die zweite französische Liga. Für ihn soll ein anderer ausländischer Spieler verpflichtet werden, der im Rückraum links oder in der Mitte eingesetzt werden kann.

Offen ist noch die Zukunft des jungen Spielmachers Sven Schafroth, der an GC Amicitia Zürich ausgeliehen ist. Schafroth liegt eine Offerte der Zürcher für eine definitive Verpflichtung vor, allerdings nur bei einem Verbleib in der NLA.

Antrag für EHF-Cup

Der BSV wird in der nächsten Saison europäisch vertreten sein. Als viertplatziertes Team sollten die Berner eigentlich im Chal­lenge-Cup antreten. In diesem Wettbewerb spielen keine Mannschaften aus den sechs besten Ligen Europas mit. Voraussichtlich werden die Berner jedoch beantragen, in den EHF-Cup mit allen Topnationen aufzusteigen. In den letzten Jahren wurde einem solchen Begehren von Schweizer Clubs meist stattgegeben.

Mit dem Umzug in die Ballsporthalle verfügt der BSV in Zukunft über eine deutlich verbesserte Infrastruktur. Die neue Arena eröffnet nicht nur bessere Möglichkeiten für die Präsentation und Vermarktung der Heimpartien. Coachs und Spielern wird die tägliche Arbeit deutlich vereinfacht. Alle Trainings können dort stattfinden, ein Kraftraum ist ebenso vorhanden wie technische Einrichtungen für die Videoanalyse. «Die neue Halle wird uns nochmals einen Schub geben», sagt Captain Heer.

Die Berner können nicht nur eine positive Saisonbilanz ziehen, sondern auch positiv in die Zukunft schauen.

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