«Das ist megacool»

Anouk Vergé-Dépré wird diesen Monat mit der dreifachen Olympiasiegerin Kerri Walsh zusammen trainieren und spielen. Die Bernerin spricht über diese Chance und das Comeback von ihr und Partnerin Joana Heidrich.

Anouk Vergé-Dépré (links) wird im September mit der dreifachen US-Olympiasiegerin Kerry Walsh (rechts) trainieren.<p class='credit'>(Bild: Andreas Blatter / Keystone)</p>

Anouk Vergé-Dépré (links) wird im September mit der dreifachen US-Olympiasiegerin Kerry Walsh (rechts) trainieren.

(Bild: Andreas Blatter / Keystone)

Marco Oppliger@BernerZeitung

Mitte September reisen Sie in die USA, um mit Kerri Walsh zu trainieren und zusammen zu spielen. Wie kam es dazu?Anouk Vergé-Dépré: Kerri hat sich von ihrer Partnerin getrennt, und ich hatte kein Programm, weil sich Joana (Vergé-Déprés Teamkollegin Heidrich, Anm. der Red.) nach ihrer Schulteroperation noch in der Reha befindet. Also fragte ich Kerri einfach einmal an, ob sie ­vorübergehend jemanden zum Trainieren brauche. Sie sagte Ja, und ein paar Tage später fragte sie mich, ob wir zusammen ein Turnier spielen möchten.

Was bedeutet Ihnen das?Für mich ist das eine tolle Gelegenheit, von so einer erfahrenen Spielerin zu lernen. Es ist eine grosse Ehre, mit ihr spielen zu können.

Kerri Walsh ist die beste Spielerin der Geschichte – und sie war Ihr Idol. Geht ein Kindheitstraum in Erfüllung?Als ich klein war, sah ich mir viele Spiele von ihr in Gstaad an. Sie hat mich inspiriert, mit Beachvolleyball anzufangen. Klar, in den letzten Jahren ist sie eine Gegnerin geworden, man will gegen sie gewinnen. Aber ich weiss noch, wie speziell es war, als ich das erste Mal gegen Kerri spielte. Und ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal mit ihr werde zusammen spielen können. Das ist megacool.

Seit der EM im Juli, die Sie wegen der Verletzung von Heidrich mit Ihrer Schwester bestritten, haben Sie nicht mehr gespielt. Was haben Sie zuletzt gemacht?Am Anfang habe ich noch im ­Beachcenter in Bern trainiert. Ich habe mich umgeschaut, ob ich mit jemand anders spielen oder trainieren könnte. Doch es hat sich nichts ergeben, was für mich Sinn gemacht hätte. Also sagte ich mir: Profitiere lieber davon, wenn wir mit der Vorbereitung und dem physischen Aufbau etwas früher anfangen, bereits im September. Das macht mehr Sinn, als wenn ich noch länger trainiert und dann erst eine Pause gemacht hätte. Nun habe ich Ferien gemacht, ging unter anderem nach Kuba, um zu tanzen.

Und wie geht es Heidrich?Ihre Reha läuft recht gut. Sie kann schon wieder leichte Sprünge machen, wobei es natürlich ein langer Prozess ist. Es kommt ­darauf an, wann sie wieder voll belasten kann. Aber unser Ziel wäre, dass wir uns in diesem Jahr nochmals Spielrhythmus holen können. Denn die Olympiaqualifikation hat bereits begonnen. Unser Plan ist nun, im Dezember zwei Turniere von Kerris Tour zu bestreiten und dann im Januar in Den Haag auf der World Tour zu spielen.

berneroberlaender.ch/Newsnetz

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt