Der Meister kommt aus Bern

Erstmals seit fünf Jahren wird mit dem VBC Uni Bern wieder eine Berner Mannschaft in der höchsten Spielklasse vertreten sein. Die Bären konnten sich am Wochenende zum Meister in der NLB küren lassen.

Der Pokal ist in Berner Händen: Captain Jan Wenger (mit Trophäe) feiert mit seinen Teamkollegen den Aufstieg in die NLA.

Der Pokal ist in Berner Händen: Captain Jan Wenger (mit Trophäe) feiert mit seinen Teamkollegen den Aufstieg in die NLA. Bild: Raphael Moser

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Ungeschlagen waren die Männer des VBC Uni Bern aus der Qualifikation in die NLB-Playoffs gestiegen, und auch dort konnten sie die ersten fünf Spiele allesamt gewinnen. Am Samstag stand die vorentscheidende Partie auf dem Programm. Sollten die Berner gegen Zürich Unterland gewinnen, könnten sie schon zwei Runden vor Schluss den Aufstieg in die NLA feiern.

Dass es eine solch wichtige Partie für Uni Bern war, merkten die Zuschauer, unter denen sich auch die Delegation von Swiss Volley mit dem Pokal befand, schnell.Die Berner Equipe spielte nicht so befreit auf, wie dies sonst in der Meisterschaft oft der Fall gewesen war.

Die Zürcher hingegen, für die nichts mehr auf dem Spiel stand, kämpften um jeden Ball und brillierten in der Verteidigung. «Auf dem Spielfeld haben wir schon gemerkt, dass wir um den Meistertitel spielen», erzählt der Berner Aussenangreifer Selim El Heni. «Die Anspannung war grösser als sonst.»

Aufstiegsfeier verschieben?

Als Uni Bern die ersten beiden Sätze knapp mit 23:25 abgeben musste, begann in den Zuschauerreihen die grosse Rechnerei. Denn gleichzeitig lieferte sich Volero Zürich, die einzige Mannschaft, die noch zu den Bernern hätte aufschliessen können, ein Fernduell mit ihnen. Auch Swiss Volley war einen kurzen Moment etwas ratlos – musste man etwa den Pokal wieder einpacken, die Aufstiegsfeier verschieben?

«Schon am Anfang der Saison hat  man das Potenzial der Mannschaft gesehen.»

Captain Jan Wenger

Die Berner bewiesen jedoch im dritten Durchgang, weshalb sie unangefochten an der Spitze des Klassements anzutreffen sind. Mit 25:9 verkürzte Uni Bern in den Sätzen auf 1:2, dann waren die Batterien aber leer. Zürich Unterland konnte als erste Mannschaft gegen die Berner jubeln, nach 20 Siegen in Serie mussten diese mal wieder als Verlierer vom Platz. Und jetzt?

Nach bangen Minuten war klar: Auch Volero hatte sich in seiner Partie geschlagen geben müssen und würde nicht mehr aufschliessen können. Pokal her, «We Are the Champions», es wird gejubelt, und man umarmt sich. «Das ist ein sehr spezieller Moment», sagt Selim El Heni. Sein Team habe unbedingt durchziehen wollen, aber auch so überwiege die Freude deutlich, sagt der Aussenangreifer von Uni Bern.

Harte Arbeit hat sich gelohnt

Auch der Trainer der Bären, Marco Bonaria, muss zuerst nach Worten suchen, um die Gefühlslage zu beschreiben. «Die Arbeit des ganzen Teams hat sich ausgezahlt, wir freuen uns natürlich sehr über den Aufstieg.» Und doch will er nicht überschwänglich werden. «Mit jedem Sieg sind die Erwartungen gestiegen, dass dieser Meistertitel auch wirklich möglich ist.»

Er sei froh, dass diese nun erfüllt wurden. Das sieht auch Captain Jan Wenger so. «Schon am Anfang der Saison hat man das Potenzial der Mannschaft gesehen. Wir sind alle immer zusammengestanden und haben unser Ding von A bis Z durchgezogen.» Und wie geht es nächste Saison weiter? Die beiden lachen. «Da ziehen wir den 50-50-Joker.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 20.03.2017, 21:17 Uhr

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