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«Der Stolz ist die treibende Kraft»

Der Berner Degenfechter, unter dem Pseudonym Yuri im Nebenamt ein Rapper, gehört an den Olympischen Spielen in London zu den Medaillenkandidaten. Obwohl er kürzlich die Nummer 1 der Welt war, sagt Kauter: «Ich habe meinen Zenit noch nicht erreicht.»

Mit Schirm, Charme und Melone: Spitzenfechter Fabian Kauter kann sich mit der Rolle eines englischen Gentlemans identifizieren.
Mit Schirm, Charme und Melone: Spitzenfechter Fabian Kauter kann sich mit der Rolle eines englischen Gentlemans identifizieren.
Andreas Blatter
Tanzt auf zwei Hochzeiten: Der Berner Degenfechter Fabian Kauter alias Rapper Yuri.
Tanzt auf zwei Hochzeiten: Der Berner Degenfechter Fabian Kauter alias Rapper Yuri.
zvg
Fabian Kauter (rechts) im Einsatz.
Fabian Kauter (rechts) im Einsatz.
Keystone
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Kürzlich kam seine CD «Kopf über Wasser» auf den Markt, doch in erster Linie ist Fabian Kauter Degenfechter. Mit «70 Prozent Sport, 30 Prozent Musik» beziffert der 26-Jährige seinen derzeitigen Aufwand für die beiden Sparten. Als er bei einer Bank noch eine Teilzeitstelle besass, lautete das Verhältnis von Fechten, Arbeiten und Rappen 60:30:10. Kauter kündigte seinen Job, um sich optimal auf die Olympischen Spiele vorbereiten zu können. Der Stadtberner, dessen Vater einst zwei olympische Teammedaillen geholt hatte, befindet sich sich auf Kurs: Die Qualifikation für London 2012 schaffte er souverän, zwischenzeitlich führte er gar die Weltrangliste an. Derzeit ist Fabian Kauter die Nummer 4; er wird in der britischen Metropole zu den Favoriten zählen. Olympia sei für einen Randsportler das Grösste, sagt er. Sein Motto lautet freilich nicht «Dabei sein ist alles». Er wolle unbedingt eine Medaille gewinnen, möglichst die goldene, meint er selbstbewusst, beweist mit dem Nachsatz aber Realitätssinn: «Sollte es nicht klappen, wäre ich enttäuscht, aber nicht am Boden zerstört.» Er glaubt, 2016 zwei weitere Medaillenchancen zu erhalten, denn in Rio de Janeiro wird auch der Teamwettbewerb ausgetragen. «Ich bin überzeugt, dass wir in Rio mit der Mannschaft Gold holen können.»

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