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Die einfallsreichsten Betrüger der Sportgeschichte

Ein englischer Läufer hat bei einem Marathon abgekürzt und den Bus genommen. Der Mann steht mit seinem Schwindel im Sport nicht alleine da.

Als erste Frau hat Jennifer Figge den Atlantik überquert – so wurde diese News im Februar 2009 verbreitet. Die Meldung, dass die damals 56-jährige Langstreckenschwimmerin von der Inselgruppe Kap Verde vor der Westküste Afrikas nach Trinidad geschwommen sei und damit eine Strecke von 3000 Kilometern im Ozean zurückgelegt habe, entpuppte sich allerdings als Ente. Tatsächlich legte die Amerikanerin in den vorgesehenen 25 Tagen «nur» etwa 400 km im Wasser zurück – den Rest verbrachte sie an Bord eines Riesenkatamarans. Zweifel am angeblichen Rekord wurden schon früh laut: So hätte Figge zur Überquerung in 25 Tagen acht Stunden täglich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h schwimmen müssen. Die Fehlinformation war offenbar durch ein vorlautes Familienmitglied in Umlauf gebracht worden.
Als erste Frau hat Jennifer Figge den Atlantik überquert – so wurde diese News im Februar 2009 verbreitet. Die Meldung, dass die damals 56-jährige Langstreckenschwimmerin von der Inselgruppe Kap Verde vor der Westküste Afrikas nach Trinidad geschwommen sei und damit eine Strecke von 3000 Kilometern im Ozean zurückgelegt habe, entpuppte sich allerdings als Ente. Tatsächlich legte die Amerikanerin in den vorgesehenen 25 Tagen «nur» etwa 400 km im Wasser zurück – den Rest verbrachte sie an Bord eines Riesenkatamarans. Zweifel am angeblichen Rekord wurden schon früh laut: So hätte Figge zur Überquerung in 25 Tagen acht Stunden täglich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h schwimmen müssen. Die Fehlinformation war offenbar durch ein vorlautes Familienmitglied in Umlauf gebracht worden.
Keystone
Im Rückspiel der WM-Barrage im November 2009 verdarb sich der französische Stürmer Thierry Henry viele Sympathien, als er den Ball absichtlich mit der Hand mitnahm und diesen zu William Gallas weiterleitete, der mühelos zum 1:1 gegen Irland traf. Damit qualifizierten sich die Franzosen in Paris für die WM in Südafrika. Die betrogenen...
Im Rückspiel der WM-Barrage im November 2009 verdarb sich der französische Stürmer Thierry Henry viele Sympathien, als er den Ball absichtlich mit der Hand mitnahm und diesen zu William Gallas weiterleitete, der mühelos zum 1:1 gegen Irland traf. Damit qualifizierten sich die Franzosen in Paris für die WM in Südafrika. Die betrogenen...
Reuters
Die Szene ist die Mutter aller Schwindeleien: 1986, anlässlich des WM-Viertelfinals zwischen Argentinien und England in Mexico City, benützte Diego Maradona die Hand, um das 1:1 zu erzielen. Die ganze Menschheit sah den unerlaubten Akt des genialen Fussballers, nur der Schiedsrichter nicht. Dank eines herrlichen Solos schoss Maradona auch den Siegtreffer zum 2:1 – diesmal völlig legal. Die verdutzten Engländer mussten die Heimreise antreten, während Argentinien den WM-Titel holte. Betrug kann sich auszahlen – zumindest im Sport.
Die Szene ist die Mutter aller Schwindeleien: 1986, anlässlich des WM-Viertelfinals zwischen Argentinien und England in Mexico City, benützte Diego Maradona die Hand, um das 1:1 zu erzielen. Die ganze Menschheit sah den unerlaubten Akt des genialen Fussballers, nur der Schiedsrichter nicht. Dank eines herrlichen Solos schoss Maradona auch den Siegtreffer zum 2:1 – diesmal völlig legal. Die verdutzten Engländer mussten die Heimreise antreten, während Argentinien den WM-Titel holte. Betrug kann sich auszahlen – zumindest im Sport.
Reuters
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Rob Sloan wurde beim Marathon im nordenglischen Kielder (Northumberland) glänzender Dritter. Und mit der Zeit von 2:51 Stunden nach 42,195 km unterbot er seine bisherige Bestzeit um satte 21 Minuten. So weit, so gut. Nur: Sloan ist nach Angaben der Organisatoren bei der 32-Kilometer-Marke ausgestiegen und hat den Bus genommen. Kurz vor dem Ziel hat er das Vehikel verlassen und ist gut erholt über die Ziellinie gerannt. Der ehemalige Armee-Mechaniker stritt seine unerlaubte Abkürzung zunächst ab. Als die Beweise erdrückend wurden, musste er sein dreistes Vorgehen eingestehen.

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