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Drei Verletzungen für einen Gürtel

Der Berner Yves Studer hat im Kursaal seinen IBC-Titel durch ein Unentschieden gegen den starken Weissrussen Siarhei Chomitski verteidigt. Ob er dem angestrebten Kampf um den EM-Titel näher gekommen ist, wird sich weisen.

Brutaler Schlagabtausch: Siarhei Chomitski (links) und Yves Studer teilten zwölf Runden lang kräftig aus und steckten auch viel ein.
Brutaler Schlagabtausch: Siarhei Chomitski (links) und Yves Studer teilten zwölf Runden lang kräftig aus und steckten auch viel ein.
Andreas Blatter

Die gute Nachricht zuerst: Yves Studer ist auch nach 28 Profikämpfen ungeschlagen und weiterhin Mittelgewicht-Weltmeister des wenig bedeutenden Verbands IBC. Die schlechte Nachricht: Der Berner Boxer musste am Samstag gegen Siarhei Chomitski leiden wie noch nie zuvor. Unentschieden lautete das Verdikt der Punktrichter nach zwölf spannenden, intensiven Runden. Ironischerweise votierte der Österreicher Ernst Salzgeber für Studer (115:114), während die Schweizer auf Remis entschieden (Fabian Guggenheim 114:114) respektive zugunsten des Weissrussen werteten (Beat Hausammann 112:117). Unter dem Strich ging das Ergebnis in Ordnung. Chomitski hatte zwar effizienter geboxt, doch Studer war konsequent vorwärtsmarschiert und hatte viel Druck erzeugt. Letztlich verliess der Berner das Seilviereck zwar mit dem Weltmeistergürtel, aber auch mit einem geplatzten Trommelfell im linken Ohr, mit einer Platzwunde über dem linken Auge, die mit 15 Stichen genäht werden musste, sowie mit einer schmerzenden rechten Hand, die aufgrund eines Sehnenanrisses mittlerweile in einer Gipsschiene liegt.

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