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Geldregen für Guerdat

Olympiasieger Steve Guerdat bleibt in Göteborg in den letzten beiden Umgängen fehlerfrei und gewinnt den finanziell luktrativen Weltcup der Springreiter.

«Wie gross muss der Druck sein, der auf den Schultern dieses Mannes lastet?», fragte sich Jessica Kürten. Die ehemalige irische Springreiterin, die nun auch als TV-Co-Kommentatorin für den Internationalen Pferdesportverband arbeitet, weiss es aus eigener jahrelanger Erfahrung. Doch Steve Guerdat hat schon viele solche schwierige Situationen unter grosser Belastung souverän gemeistert. Auch gestern, im letzten Umgang des Weltcupfinals der Springreiter zeigte er einmal mehr keine Nerven und führte sein Pferd sicher über die 12 Hindernisse und 15 Sprünge. Kaum hatte das Paar den Parcours in der riesigen Sandarena im Scandiavium von Göteborg zum zweiten Mal an diesem Nachmittag fehlerfrei bewältigt, er­hoben sich 11 000 Zuschauer und feierten Guerdat und seinen Wallach Corbinian lautstark.

Ein Jahr nach seinem Erfolg in Las ­Vegas gelang Guerdat, was zuvor in der 37-jährigen Geschichte des Weltcup­finals nur vier Reiter und eine Reiterin geschafft hatten: Er verteidigte seinen Titel. 2015 siegte der 33-jährige Jurassier, der seit vielen Jahren in Herrliberg lebt, als dritter Schweizer nach Markus Fuchs und Beat Mändli, im Sattel der Stute Paille. Diesmal war der erst 10-jährige Westfalenwallach Corbinian in den drei Teilprüfungen und fünf Umgängen ein zuverlässiger Partner. Obwohl das junge Pferd erstmals an einem internationalen Championat eingesetzt wurde. In einer besonderen Atmosphäre vor einem enthusiastischen, pferdesportbegeisterten Publikum.

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