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Ein Routinier, ein Rückkehrer und ein Rohdiamant

Der BSV Bern Muri startet am Mittwoch (19.45 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Endingen in die Meisterschaft 2017/2018. Mit Pedro Spinola, Luka Groff und Thomas Rathgeb laufen drei neue Spieler für die Berner auf.

Neu beim BSV: Luka Groff, Pedro Spinola und Thomas Rathgeb (v. l.) cpf
Neu beim BSV: Luka Groff, Pedro Spinola und Thomas Rathgeb (v. l.) cpf

Ein Grossteil des Kaders ist gegenüber dem letzten Jahr identisch, auf den drei Rückraumpositionen hat es jedoch beim BSV Bern Muri Veränderungen gegeben. Rechts hat der Portugiese Pedro Spinola den Kroaten Nikola Kedzo (Vertrag nicht verlängert; zum italienischen Verein ­Albatro Syrakus) ersetzt.

In der Mitte wurde für den dauerverletzten Serben Uros Mitrovic Thomas Rathgeb verpflichtet. Auf der linken Seite agiert neu der Slowene Luka Groff anstelle von Samuel Röthlisberger, der zum Bundesligisten TVB Stuttgart ­gewechselt ist. Der neue BSV-Trainer Aleksandar Stevic schätzt die Stärken und Schwächen der neuen Akteure ein.

Enorm erfahren

Pedro Spinola: Der 34-jährige Portugiese war in seiner Heimat fünfmal Meister und dreimal Torschützenkönig, in einer Liga mit ähnlichem Niveau wie der Schweizer NLA. Er nahm zudem sechsmal an der Champions League teil. Erstmals steht er nicht bei einem portugiesischen Verein unter Vertrag. Mit 187 cm ist er für einen Rückraumspieler nicht besonders gross gewachsen, er findet aber mit seinen spielerischen Fähigkeiten immer wieder einen Weg Richtung Tor. «Pedro ist ein Spieler mit enormer Erfahrung», sagt Stevic.

«Ihm muss man nicht mehr viel beibringen. Mit seiner Routine hilft er dem Team sofort weiter.» Wichtig sei es nun, Spinola noch besser mit dem Handball vertraut zu machen, den er als Coach spielen lassen wolle. «Es ist erfreulich, dass er bereits einige Dinge recht gut auf Deutsch versteht», sagt Stevic.

Mannschaftsdienlich

Thomas Rathgeb: Er erhielt 2015 bei seinem Stammklub Wacker Thun keinen Vertrag mehr. Im Oberland war man nicht mehr davon überzeugt, dass er dem Team entscheidende Impulse verleihen kann. In den letzten zwei Jahren spielte Rathgeb für Steffisburg in der NLB. Mittlerweile 27 Jahre alt geworden, ermöglicht ihm der BSV die Rückkehr in die oberste Spielklasse. «Thomas hatte zuerst Probleme, sich an die hohe Intensität im Training zu gewöhnen», sagt Stevic.

«Mittlerweile kann er schon viel besser damit umgehen und zeigt, dass er für uns ein sehr wertvoller Spieler sein kann.» Stevic war erstaunt, wie rasch sich Rathgeb in die Mannschaft integriert habe. «Er spielt, als würde er schon ­einige Jahre beim BSV unter Vertrag stehen. Thomas agiert sehr mannschaftsdienlich und verrichtet oft unspektakuläre Drecksarbeit.»

Gardemasse

Luka Groff: Der 21-jährige Slowene ist gross gewachsen und kräftig (198 cm, 110 kg). Bei seiner Verpflichtung wurde von einem Spieler mit grossem Potenzial ­gesprochen, der sich aber noch weiter entwickeln müsse. Diesen Eindruck bestätigt Stevic. «Bei Luka handelt es sich um einen Rohdiamanten. Er hat Gardemasse und kann ein sehr guter Spieler werden. Er besitzt aber sowohl offensiv als auch defensiv noch viel Entwicklungspotenzial, am meisten im taktischen Bereich im Angriff.» Dass Groff für den BSV aber auch sofort eine Verstärkung darstellt, bewies er am letzten Sonntag, als er beim Cuperfolg in St. Gallen 4 Tore erzielte.

Heute treten die Berner beim Meisterschaftsauftakt gegen Aufsteiger Endingen als Favorit an. «Wir müssen diese Rolle annehmen und das Spiel gewinnen», fordert Stevic. Auch die Neuen werden ihren Beitrag dazu leisten wollen.

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