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Ein Rubin und 15 Diamanten

Im Alter von 25 Jahren erklärte Philipp Buri im Sommer 2012 seine Karriere für beendet – zu stark waren die Rückenschmerzen geworden. Als sich Georgios Chalkidis  verletzt hatte, wandten sich die Thuner an ihn. Der Kreisläufer sagte zu und trat bemerkenswert stark auf. Sein Meisterstück lieferte er im Playoff-Halbfinal in St.Gallen ab, als er zu den stärksten Gästen gehörte, obwohl er bis dahin nicht mal zehn Mannschaftstrainings bestritten hatte. Der Student schliesst nicht  aus, weiterzumachen.
Der 27-Jährige aus Zollikofen hat ein Mathematikstudium abgeschlossen. Als Captain ist er der verlängerte Arm des Trainers, Martin Rubin legt grössten Wert auf seine Meinung. Der Regisseur braucht nicht rumzuschreien, um Leader zu sein – er ist es einfach. Die Fachzeitschrift «Handballworld» widmete ihm unlängst Frontseite und Titelgeschichte. Überschrift: «Der unterschätzte Schlüsselspieler». Dürfte in Bälde zum MVP ausgezeichnet werden, dem wertvollsten Mann der Liga.
Der 25-Jährige ist ausserordentlich selbstkritisch. Aus neutraler Sicht gilt es festzuhalten: Während der Playoffs hielt der Keeper überragend. Davor hatte er Mühe gehabt, auf Touren zu kommen; bloss vereinzelt wurde er seinem riesigen Potenzial gerecht. Erzielte im Dezember im Heimspiel gegen den RTV Basel einen Treffer. Der Kaufmann gilt als Posterboy der Berner Oberländer – die Hälfte der Zuschauerinnen, behaupten Teamkollegen, käme seinetwegen in die Lachenhalle.
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