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Europa triumphiert am Ryder-Cup

Die favorisierten Golfprofis aus den USA haben ein weiteres Mal schmachvoll verloren. Tiger Woods blamiert sich.

Team Europa kann feiern: Mit einem 17,5:10,5-Sieg über das Team USA holen sie sich in Paris den Ryder-Cup. Teamcaptain Thomas Björn küsst die Trophäe.
Team Europa kann feiern: Mit einem 17,5:10,5-Sieg über das Team USA holen sie sich in Paris den Ryder-Cup. Teamcaptain Thomas Björn küsst die Trophäe.
Alastair Grant, Keystone
Debütant Tommy Fleetwood macht nach dem Sieg Jubelsprünge.
Debütant Tommy Fleetwood macht nach dem Sieg Jubelsprünge.
Matt Dunham, Keystone
Den favorisierten US-Amerikaner blieb an der Siegerehrung nur die Nebenrolle.
Den favorisierten US-Amerikaner blieb an der Siegerehrung nur die Nebenrolle.
Gerry Penny, Keystone
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In Paris setzt sich Team Europa am Ryder-Cup gegen die Favoriten aus den USA durch. Der Sieg der Europäer mit den benötigten 14,5 Punkten stand schon fest, als vier der zwölf Einzel noch liefen. Zuletzt stand es 17,5:10,5.

Der Sieg der Amerikaner beim letzten Ryder-Cup vor zwei Jahren in Chaska im US-Bundesstaat Minnesota scheint eine Ausnahme gewesen zu sein. Die erstmals von Captain Thomas Björn befehligten Europäer haben den prestigeträchtigen Teamwettkampf nunmehr sieben Mal in den letzten neun Austragungen für sich entschieden.

Woods: Viermal angetreten, viermal verloren

Allein an Tiger Woods und Phil Mickelson lässt sich die bittere Niederlage des US-Teams unter Captain Jim Furyk dokumentieren. In ihren langen Karrieren hatten die Superstars zwanzig Turniere auf Grand-Slam-Stufe gewonnen, während es die zwölf Spieler des europäischen Teams kumuliert nur gerade auf acht grosse Siege bringen. Aber im Ryder-Cup war wie schon so oft alles anders. Woods blamierte sich mit drei Niederlagen mit verschiedenen Partnern in drei Doppeln und verlor am Sonntag auch das Einzel gegen den spanischen Debütanten Jon Rahm, einen der Aufsteiger der letzten Monate.

Mickelson hatte in seinem Doppel am Freitag zusammen mit dem jungen Bryson DeChambeau unsagbar schlecht gespielt. Furyk nominierte ihn für die beiden Doppel vom Samstag nicht. Im Einzel musste sich Mickelson dem diesjährigen British-Open-Sieger Francesco Molinari aus Italien deutlich geschlagen geben.

Im Nachhinein stellt es sich als Fehler heraus, dass Captain Furyk dem 48-jährigen Mickelson eine der vier Wildcards gab. Furyk hätte die Möglichkeit gehabt, an Mickelsons Stelle einen jüngeren und vielleicht hungrigeren Spieler zu berücksichtigen. Xander Schauffele und Kevin Kisner wären valable Kandidaten gewesen.

60'000 Zuschauer im südlich von Versailles gelegenen Golf National konnten verschiedene Helden feiern. Der englische Debütant Tommy Fleetwood verlor sein Einzel gegen Tony Finau, mit den vier Siegen in den Doppeln zusammen mit Molinari, der das Maximum von fünf Punkten beisteuerte, hatte er seine Schuldigkeit längst getan. Die Ehre, den Sieg einzufahren, der die Entscheidung im Ryder Cup bedeutete, fiel dem überragenden Turiner Molinari zu.

Beispiel Olesen - Spieth

Die Amerikaner sind nun wieder dort angelangt, wo sie vor 12 und 14 Jahren waren: bei einer Kanterniederlage. Sinnbildlich für den enttäuschenden Auftritt der Stars aus Übersee war auch der Match zwischen dem Dänen Thorbjörn Olesen und Jordan Spieth. Der 28-jährige Olesen ist die Nummer 45 der Weltrangliste und hat die fünf Siege seiner Karriere auf der im Vergleich zum amerikanischen Circuit schwächeren Europa-Tour errungen. An den Majorturnieren erreichte er zweimal eine Top-10-Klassierung, die zweite vor mehr als fünf Jahren.

Der 25-jährige Texaner Spieth dagegen siegte seit 2015 an drei Majors - womit er gemeinsam mit seinem Landsmann Brooks Koepka der erfolgreichste Golfer überhaupt in den letzten vier Jahren ist. In Paris jedoch, im Kampf Mann gegen Mann, fügte Olesen seinem renommierten Gegner eine Kanterniederlage zu. Der Däne gewann sechs der ersten neun Löcher. Vier Löcher vor Schluss musste Spieth aufgeben.

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