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Grünenmatt verpasst Chance

Grünenmatt ­verliert den Abstiegskampf gegen Thun mit 8:9. Und verbleibt auf dem letzten Tabellenplatz der NLA.

Lange Gesichter: Grünenmatt wird wohl nicht mehr vom Tabellenende wegkommen.
Lange Gesichter: Grünenmatt wird wohl nicht mehr vom Tabellenende wegkommen.
Marcel Bieri

Für kurze Zeit schien es, als gelinge Grünenmatt der erhoffte Sieg. Dank einer Willensleistung hatte das Tabellenschlusslicht das Heimspiel gegen Thun zu seinen Gunsten gedreht, aus einem 5:7 ein 8:7 gemacht. Für den Führungstreffer war Schweden-Rückkehrer Simon Flühmann besorgt ­– die Geschichte hätte aus Sicht der «Mätteler» ein perfektes Ende gefunden.

Doch endete die Geschichte nicht nach dem Tor Flühmanns. Die Freude währte nur kurz, exakt 22 Sekunden. Ein Fehlpass landete über Jonas Wettstein beim Thuner Topskorer Thomas Kropf, der die Gäste in die Verlängerung rettete. Dort bescherte wiederum Kropf seinem Team den Sieg und dem unterlegenen Grünenmatt die bittere Enttäuschung.

«Wir agierten zeitweise überlegen. Doch leisteten wir uns zu viele kleine Fehler», ärgerte sich Trainer Roman Schrag. Sein Team hatte sich gleich mehrere Male zurück ins Spiel gekämpft, dabei im Vergleich zu den ersten Saisonspielen erhebliche Fortschritte offenbart.

Erfreuliche Entwicklungen

Junge Spieler wie Jonas Ruch und Tim Aebersold haben begonnen, Verantwortung zu übernehmen. Zudem erfüllen die ausländischen Kräfte die Erwartungen der Trainer. Im Verlauf der Qualifikation stiessen zudem Flühmann sowie der tschechische Verteidiger Robin Zydel zum Team hinzu.

War die fast komplett neu formierte Equipe in der ersten Qualifikationshälfte noch regelmässig demontiert worden, fuhr sie sogar ein paar Punkte ein. Ende Januar gelang in Uster der einzige Sieg. «Oft hielten wir bis kurz vor Schluss mit, holten aber trotzdem keine Punkte. Das wurmt», sagte Schrag. Weil aber auch Tabellennachbar Thun meist punktelos geblieben war, hätte sich im Direktduell die Chance eröffnet, die Berner Oberländer zu überholen.

Ungemütliche Aussichten

Um die rote Laterne doch noch abzugeben, benötigt Grünenmatt in den abschliessenden Spielen gegen Köniz und Waldkirch St. Gallen mindestens vier Punkte. Ein schwieriges Unterfangen.

Seit September fokussieren die «Mätteler» ausschliesslich auf den Verbleib in der NLA. Verlieren sie ihr Playout-Duell, wartet ein starker Konkurrent. Als NLA-Letzte müssten die Emmentaler gegen den besten NLB-Klub antreten. Was aller Voraussicht nach Zug sein wird.

Die Innerschweizer haben ein hochkarätig besetztes Team, angeführt von Billy Nilsson, der vor zwei Jahren Topskorer der schwedischen Liga war. In der NLB-Qualifikation erzielten die Zuger 217 Tore in 22 Spielen, verloren nur ein einziges Mal.

«Noch ist alles möglich», gab sich Schrag kämpferisch. Doch die Luft in der NLA wird dünner.

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