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Gut vorbereitet, perfekt umgesetzt

Wiler-Ersigen hat zum dritten Mal in der Vereinshistorie die Cuptro­phäe gewonnen. Die Unteremmentaler liessen Gegner GC kaum ins Spiel kommen und siegten klar 11:6.

Der Lohn für eine perfekte Leistung im Final: Wiler-Ersigens Tatu Väänänen stemmt den Siegerpokal in die Höhe, die Kameraden jubeln.
Der Lohn für eine perfekte Leistung im Final: Wiler-Ersigens Tatu Väänänen stemmt den Siegerpokal in die Höhe, die Kameraden jubeln.
Lukas Lehmann, Keystone

Perfekt vorbereitet ist halb gewonnen. Dies dachte sich wohl auch der Trainerstaff von Wiler-Ersigen vor dem Cupfinal gegen GC. Deshalb lenkten die Verantwortlichen der Unteremmentaler um Chefcoach Thomas Berger und Assistent und Taktikfuchs Radek Sikora den Fokus in den letzten zwei Trainingswochen extrem stark auf die Schwächen und Stärken des Cupfinalgegners aus Zürich.

«Wir haben GC im Vorfeld des Finals sehr, sehr gut studiert und analysiert und wussten zum Beispiel ganz genau, wie sich ihre Schlüsselspieler ver­halten werden», sagte Wiler-Ersigens Ligatopskorer Deny Känzig.

Diszipliniert und effizient

Und so perlten schon die ersten Angriffsversuche der offensiv in der Regel so starken Zürcher an der perfekt agierenden Abwehr von Wiler-Ersigen ab wie Wasser an Wachs. Das Signal der Berner, die in der ausverkauften Wankdorfhalle (3200) den Rückhalt des Grossteils des Publikums genossen, war von der ersten Sekunde an klar und suggerierte dem Gegner: «In diesem Final gibt es für euch nichts zu holen.»

Ein Umstand, der sich durch das ganze Spiel zog. GC probierte vieles, fand aber kaum taugliche Mittel dafür, die Berner in Ver­legenheit zu bringen. Die Unteremmentaler ihrerseits warteten mit einer gnadenlosen Effizienz auf, führten nach dem ersten Drittel 3:1, bauten den Vorsprung im zweiten Abschnitt auf 7:2 aus, wobei die Treffer teilweise mittels atemberaubender Kombinationen und oder technischer Kabinettstückchen erzielt wurden.

Einzig im letzten Drittel – mit dem grossen Vorsprung im Rücken – liess die Konzentration ­etwas nach, und dies ermöglichte es den Zürchern, noch ein wenig Resultatkosmetik zu betreiben.

Talente skorten

Am beeindruckendsten am Sieg war jedoch die Tatsache, mit welchem Selbstverständnis Wiler-Ersigen das Spiel durchzog. Dabei überzeugten auch die jungen Talente, die in den letzten Monaten einen gewaltigen Schritt nach vorne getätigt haben.

Selbst in Konstellationen, in denen der Paradeblock von GC auf die uner­fahrenen Wiler-Linien traf, hatten die Berner alles im Griff oder dominierten sogar. Talente wie Jan Bürki (18), Dominik Alder (18) Deny Känzig (21), Tino von Pritzbuer (21), Marco Rentsch (21) oder Claudio Mutter (22) überzeugten, trugen sich allesamt in die Skorerliste des Finals ein. Auch das ist ein Zeichen an die Konkurrenz für das anstehende Playoff.

Das Potenzial der auf diese Saison stark verjüngten Equipe scheint nach oben offen. Und so könnte der dritte Cupsieg des SVWE der Anfang eines grossartigen Frühjahrs sein. Das einzige Double holten die Berner 2005, sie wollen es 13 Jahre später wiederholen.

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