In Nöten

Hornussen

Biglen-Arni droht der Abstieg in die NLB. Vor acht Jahren noch beinahe Meister, läuft bei den Emmentalern in dieser Saison wenig nach Wunsch.

Angespannt: Die Hornusser von Biglen-Arni sind bereit, einen gegnerischen Streich abzufangen.

Angespannt: Die Hornusser von Biglen-Arni sind bereit, einen gegnerischen Streich abzufangen.

(Bild: Max Füri)

Reto Pfister

Im August 2009 hätte Biglen-Arni nur noch das letzte Heimspiel gegen Zuchwil gewinnen müssen, um sich als Schweizer Meister feiern lassen zu können. Die Emmentaler kassierten jedoch eine Nummer, schlugen schlecht und fielen nach einer schwachen Leistung gar auf Platz 5 zurück. Der heutige Spielführer Christian Iseli verfolgte die Partie als 16-jähriger Zuschauer.

«Es war nicht zu erwarten gewesen, dass wir in den darauf folgenden Saisons konstant an der Spitze würden mitspielen können», sagt er. «Wir waren nie ein Höchstetten, das sich mit Spitzenspielern verstärkte.» Aus Biglen-Arni wurde wieder eine solide, meist im Mittelfeld der NLA klassierte Mannschaft. Bis zum Absturz in diesem Jahr. Die Emmentaler sind Letzte, haben noch zwei Spiele auszutragen und sind sechs Punkte im Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Die Relegation ist wahrscheinlich geworden.

«Der Wurm ist drin»

Bei Biglen-Arni ist in der laufenden Saison ziemlich vieles nicht nach Wunsch gelaufen. «Wir haben fünf Nummern kassiert», sagt Iseli. «Dazu gelingt es uns nicht, unser Schlagpotenzial auszuschöpfen.» Zudem stehen zwei Spitzenschläger nicht zur Verfügung. Philipp Stucki konnte wegen Rückenproblemen kein Spiel bestreiten, Steven Jost verpasste wegen eines Unfalls die letzten drei Partien. «Der Wurm ist drin», sagt Iseli. «Oft agieren wir beim Schlagen zu verkrampft, zu verbissen.»

Siege gelangen nur gegen die deutlich stärker eingestuften Bern-Beundenfeld und Wasen-Lugenbach, als die Gegner Nummern kassierten. Kein einziges Duell gegen einen direkten Konkurrenten um den Ligaerhalt konnte gewonnen werden. So unterlag Biglen-Arni dem Zweitletzten Schüpbach mit 71 Schlagpunkten Differenz, dem Drittletzten Rüderswil mit 61 Zählern Unterschied. «Diese Teams sollten wir eigentlich bezwingen können», sagt Iseli.

Nun erst mal Ferien

Der 24-Jährige hat die Hoffnung aber nicht aufgegeben, dass der Ligaerhalt noch gelingen kann. Bis zum 5. August ist Biglen-Arni spielfrei. «Die Spieler gehen nun in die Ferien, den Stecken sollen sie vorerst liegen lassen», sagt Iseli. Wenn es gegen Ende Juli darum gehen wird, die Spiele gegen Recherswil-Krieg­stetten und Epsach vorzubereiten, werden die Trainings wie gewohnt ablaufen.

Die beiden Kontrahenten sind in der 16 Teams umfassenden NLA derzeit auf den Plätzen 11 und 12 klassiert. Biglen-Arni ist nicht chancenlos, wenn es gelingt, befreit die Nousse ins gegnerische Feld zu schlagen. Im Abstiegsfall fürchtet Iseli nicht, dass die Mannschaft auseinanderbricht. «Die Spieler müssen spätestens nach der letzten Partie ­sagen, ob sie bleiben», hält der Spielführer fest. «Ich habe schon viele positive Rückmeldungen erhalten.»

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