Japans Rugbyspieler verdienen wenig bis nichts

Die Rugby-WM findet 2019 in Japan statt. Nun wurde bekannt, dass die japanischen Spieler beinahe gratis antreten.

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Erstmals in der Geschichte findet die Rugby-WM in Asien statt. In Japan werden vom 20. September bis 2. November 2019 die 20 besten Teams um den WM-Titel kämpfen. Im Land der aufgehenden Sonne gehören Titelverteidiger und Rekordweltmeister Neuseeland (3 Titel), Australien und Südafrika (je 2 Titel) neben England (1 Titel), Frankreich und Irland zu den Favoriten.

Keine grossen Chancen werden unter anderem dem Gastgeber eingeräumt. Die Japaner treffen in der Gruppe A auf Irland, Schottland, Russland und Samoa. Erster oder Zweiter müssen sie werden, um den WM-Viertelfinal zu erreichen. Werden sie Dritter, sind sie immerhin für die WM 2023 in Frankreich qualifiziert.

17 Franken für die Amateure

Den Kirschblüten, wie die japanischen Nationalspieler liebevoll genannt werden, scheint aber sowieso der Sieg weniger wichtig zu sein, als der Fakt, dass sie fürs Heimatland antreten dürfen. Denn reich werden sie mit den Einsätzen im Nationalteam nicht. Wie Theguardian.com berichtet, bekommen die japanischen Spieler pro Tag 2000 Yen ausbezahlt. Das entspricht gerade mal etwa 17 Franken.

Aber es kommt noch besser: Diese 17 Franken bekommen die Amateure im Team, die nebenbei noch bei japanischen Firmen angestellt sind. Die Rugby-Profis in der Mannschaft bekommen noch weniger, nämlich keinen müden Sen – oder besser Rappen. Die Profis der Japaner sind ausschliesslich Ausländer, die eingebürgert wurden. «Sie spielen für uns umsonst, weil sie auf hohem Niveau Rugby spielen wollen, was sie in Japan nicht können. Eine Partie wie gegen England (in Twickenham am Samstag, Red.) ist eine grosse Möglichkeit für sie», sagt Jamie Joseph, japanischer Nationaltrainer.

Der zweite Vergleich gegen England

Seine Spieler wollten im Test gegen England, den Weltmeister von 2003, Zeichen setzen. «Wir wollen unsere Fussspuren hinterlassen.» Es wird erst der zweite Vergleich der beiden Teams sein. Den ersten verloren die Japaner 7:60, vor 31 Jahren. Und nein, das war nicht die höchste Niederlage Japans. 1995 wurden die Kirschblüten von den Neuseeländern 145:17 gedemütigt. So weit soll es am Samstag und speziell im kommenden Jahr an der WM auf keinen Fall kommen. Um das zu verhindern, verzichten die Spieler gerne auf etwas Lohn.

hua

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