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Jihde zerstörte Wilers Goldtraum

Wiler-Ersigen verlor den Unihockey-Europacup-Final gegen AIK Stockholm 2:5. Die Schweden feierten den dritten Europacup-Sieg in Folge.

Im letzten Drittel keimte unter den zahlreichen Wiler-Fans in der ausverkauften Winterthurer Eulachhalle noch einmal Hoffnung auf. Roger Gerber hatte eine Unaufmerksakeit in der AIK-Abwehr zum 2:3-Anschlusstreffer genutzt. Doch nur 81 Sekunden später sorgte Niklas Jihde für klare Verhältnisse; der schwedische Star traf mit dem für ihn so typischen Backhand-Schuss. Auf diese Weise hatte er zwischen 2003 und 2005 schon die Schweizer Zuschauer während seiner Zeit bei den Grasshoppers verzückt. «Nach dem 4:2 verschwand ihre Engerie etwas», stellte ein überglücklicher Jihde nach dem Spiel fest.

Wiler hielt in diesem ausgeglichenen Final jedoch lange Zeit dagegen. Mit der aggressiven Manndeckung der Berner bekundeten die Schweden wie schon im ersten Gruppenspiel (6:3) erstaunlich viel Mühe. Es gelang dem Schweizer Meister jedoch nicht, den Favoriten ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Dazu hätte das Team von Thomas Berger eine bessere Chancenauswertung benötigt. Vor allem im zweiten Drittel vergab Wiler beim Stand von 1:2 mehrere gute Chancen. Und im Gegenzug nutzte Karl-Johan Nilsson mit dem schönsten Treffer des Spiels einen Konter eiskalt aus. Das 3:1 in der 38. Minute war letztlich kursweisend. «Dass wir das erste Team sind, das dreimal in Folge den Europacup gewinnt», macht es für uns sehr speziell, sagte Jihde.

Wiler mental müde

Wiler versuchte im Schlussabschnitt wohl noch, mit zwei Linien nochmals Druck aufbauen zu können. «Wir waren im letzten Drittel in den Beinen und im Kopf müde», erklärte Berger. Schon nach dem Halbfinal gegen SSV Helsinki habe er eine gewisse mentale Müdigkeit festgestellt. Dass der Niveau-Unterschied zwischen den nationalen Ligaspielen und den Partien gegen schwedische und finnische Spitzenteams am Europacup immens und deshalb auch ein Problem ist, dementierte Berger zumindest nicht. «Wir brauchten immer eine Weile, um uns wieder an das Tempo zu adaptieren», meinte der Bündner.

Bronze für Dietlikon

Dietlikon tröstete sich nach dem deutlich verlorenen Halbfinal gegen den späteren Sieger Umeå wenigstens mit der Bronzemedaille. Im Spiel um Platz 3 bezwangen die Zürcherinnen, die die letzten zwei Austragungen gewonnen hatten, das tschechische Team von Dekanka 2:1. Den entscheidenden Treffer erzielte Marion Rittmeyer bereits in der 17. Minute des ersten Drittels. Auch der Final zwischen Umeå und Balrog war eine knappe Angelegenheit und wurde erst in der Verlängerung entschieden. Nina Bäckman schoss das goldene Tor für den schwedischen Meister nach 201 Sekunden in der Overtime.

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